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Bericht: Aktionstag gegen Pelzfarmen am 01. Oktober 2011


AufkleberAm 01.10.2011 rief die Offensive gegen die Pelzindustrie zu einem bundesweiten Aktionstag gegen Pelzfarmen auf, welchem Aktivist_innen aus Kiel, Aachen, Bielefeld und Berlin folgten. Es ging hierbei darum den Druck auf die Betreiber und Betreiberinnen von “Pelzfarmen” vor der bevorstehenden “Pelzernte” noch einmal zu erhöhen. In den letzten Jahren ist die Zahl der Pelzfarmen in Deutschland nicht zuletzt aufgrund kraftvoller Kampagnen der Tierbefreiungsbewegung stetig gesunken. In Anbetracht der bevorstehenden Haltungsreform ist davon auszugehen, dass weitere Tierausbeuter vor dem Aus stehen.

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Schlesen-Neuenkrug/Kiel: Demonstrationen gegen letzte in Schleswig-Holstein verbliebene “Pelzfarm”

Gegen 12:00 versammelten sich in Kiel zunächst c.a. 20 Aktivist_innen zu einer Auftaktkundgebung am Haupftbahnhof, bei der Redebeiträge verlesen und Flyer an Passant_innen verteilt wurden. Gegen 13:00 brach man dann teils mit dem Fahrrad, teils per Auto nach Schlesen-Neuenkrug auf, wo Niels und Jens Sörnsen die Pelzfarm betreiben. So wurde zunächst eine weitere Kundgebung im Ort selbst abgehalten, um die AnwohnerInnen über das blutige Treiben in ihrer Nachbarschaft aufzuklären. Mit lautstarken Parolen wie „Schlesen aufgewacht – Schluss mit dem Mord in eurer Nachbarschaft“ oder „Ihr wollt die Schreie der Tiere nicht hören – wir müssen eure Ruhe stören“ zogen die TeilnehmerInnen dann zu dem Haus der Familie Sörnsen, welches unmittelbar neben der Farm liegt. Dort hatten sich bereits die Betreiber mit einigen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen positioniert. Der Protest richtete sich somit direkt gegen die Profiteure der Gefangenhaltung und Tötung der in Anlage gehalteten Nerze. Ihnen wurde klar gemacht, dass die bevorstehende Reform in jedem Falle genutzt werden würde, um ihnen finanziellen Schaden zuzufügen und sie näher an die Insolvenz zu treiben.

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Bielefeld: Kreative Proteste in der Innenstadt und vor der “Pelzfarm”

In Bielefeld kamen an die 30 Leute zusammen, was insofern bemerkenswert ist, als dass die OrganisatorInnen nur wenig Zeit für die Mobilisierung hatten. Gegen 11:30 Uhr startete der Aktionstag am Jahnplatz in der Innenstadt mit einer Kundgebung. Von dort aus verteilten sich bald Kleingruppen um direkt vor Pelzläden wie „Chris Pelze“ oder „Pabst Peter“ zu protestieren. Vor „Papst Peter“ wurde ein Improvisations-Straßentheater unter Einbeziehung der Passant_innen aufgeführt: Ein marsianisches Kamerateam berichtete live von der Erde auf ihren Planeten, führten Interviews und beschäftigten sich darin mit der Frage, weshalb sich so viele Erdbewohner_innen mit der Haut Anderer schmücken. Gegen 14:00 zogen die Teilnehmer_innen dann in den Ortsteil “Vilsendorf”, wo die Pelzfarm Bielefeld liegt. Hier nahmen leider nur wenige Menschen die Demo wahr, da der Stadtteil sehr abgelegen ist.

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Frankenförde/Luckenwalde: Vielfältige Proteste auch nahe Berlin

Zu der Demo in Frankenförde, das 60 km südlich von Berlin liegt, konnten ebenfalls ca. 30 Aktivist_innen mobilisiert werden. Transparente mit Aufschriften wie „Schließt die Pelzfarmen – hier und überall“, lautstarke Sprechchöre und die Verkleidungen von Aktivist_innen konnten das Anliegen verdeutlichen. Während die Proteste die Aufmerksamkeit regionaler Medien auf sich ziehen konnten, betrachteten viele der Einwohner_innen das Treiben mit Argwohn. Erst im März 2010 kam zu einer Befreiung von 4000 Nerzen. Mehr als die Häfte der Nerze konnten nicht wieder eingefangen werden und entgingen damit dem sicheren Tod. Dennoch stieß die Demo auch auf positive Resonanz. So konnte ein ehemaliger Mitarbeiter der Farm in ein Gespräch verwickelt werden, der Verständnis für das Anliegen der Demo zeigte. Da auch Frankenförde eher dünn besiedelt ist, zog man anschließend in das nahe gelegene Luckenwalde, um dort eine weitere Kundgebung abzuhalten.

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Aachen: Mehr als 200 Aktivist_innen gegen die Nerzfarm “Aachen-Orsbach”

Da die Demo in Aachen seit einigen Jahren im Herbst stattfindet verwundert es nicht, dass sie mit bis zu 220 TeilnehmerInnen die größte der Veranstaltungen war. So begann die Auftaktkundgebung gegen 10:00 Uhr am Kugelbrunnen/Willy-Brandt-Platz in Aachen. Der Protest richtete sich hierbei nicht nur gegen Pelzgeschäfte sondern auch gegen andere Profiteure von Tierausbeutung. Vor dem Rathaus wurde ein Redebeitrag von Horst Schnitzler verlesen, der sich im Stadtrat für die Schließung der Farm stark macht. Kritisiert wurde u.a.,  dass Anträge für eine Begehung der Pelzfarm ohne Begründung zurückgewiesen werden. Ab 15:30 brach ein Teil der Teilnehmer_innen dann vom Kirchplatz in Orsbach zu der Farm auf, um hier den Widerstand gegen die Nutzung und Tötung sogenannter Pelztiere durch die Pelzindustrie zu artikulieren.

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Die Proteste waren ein klares Zeichen, dass das die gewaltsame Gefangenhaltung, Nutzung und Tötung von Tieren nicht unwidersprochen hingenommen wird.

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Weitere Informationen:

  • Berichte: Demo in Frankenförde (Indymedia | Flickr-Fotostream | RBB-Abendschau-Bericht), Demo in Schlesen-Neuenkrug (Flickr-Fotostream)
  • “Pelzfarmen” in Deutschland: Pelzfarmrecherche von Die Tierfreunde e.V. (2007) | Übersicht: “Pelzfarmen in Betrieb” (Stand April 2011, PDF-Datei) | Film über deutsche Pelzfarmen (Die Tierfreunde) | Hintergrundartikel: Die Pelzprodduktion
  • Recherchen in anderen Ländern: Irland | Spanien | Norwegen | DänemarkUSA | Finnland |
  • Aktuelle Informationen zu Pelzfarmen: Kurz vor Aktionstag: Zwei weitere Pelzfarmen endgültig geschlossen | Nach Stillegung: Kampagne “Pelzfarm Paulsen schließen” vorerst beendet | Update zu Pelzfarm-Recherchen in Schweden, Norwegen, China, Tschechien und Spanien | Bagenstedt, Trittau, Melle: Mehrere Pelzfarmen geschlossen
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    Eine aktionsreiche Woche für Escada


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    Im Rahmen der vom Global Network Against the Fur Industry ausgerufenen Aktionswoche vom 10. bis 16. Mai protestierten TierbefreierInnen verschiedener Länder gegen den Pelzverkauf bei ESCADA. Im Aktionsbericht schreiben die OrganisatorInnen:

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    „Nachdem es nun viele Änderungen in der Unternehmensstruktur des schon fast tot geglaubten Luxusmodekonzerns gab, sind dieses bereits die 2ten Aktionstage nach der Übernahme ESCADAs durch Megha Mittal. Diese ist hoffentlich trotz ihres finanziellen bzw. wirtschaftlichen Backgrounds offener für die Interessen der nichtmenschlichen Tiere und sieht bald ein, dass Profitinteressen niemals die Gefangenhaltung und Ermordung unzähliger Individuen rechtfertigen. Um ihr dieses noch einmal mehr zu verdeutlichen, sowie auch öffentlichkeitswirksam auf dieses Thema aufmerksam zu machen gab es zur Aktionswoche neben den ohnehin regelmäßig stattfindenden Demonstrationen und Aktionen lautstarke Proteste vor den Filialen ESCADAs, unter anderem in Hamburg, Berlin und München sowie in anderen Ländern wie der Schweiz (siehe Fotos unten). Aktionsberichte mit Links zu Videos und Fotos sind auf der Homepage www.antifur-campaign.org zu finden.“

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    Diese Aktionswoche war nicht nur an ESCADA und alle anderen Pelzwaren verkaufenden Unternehmen gerichtet, sondern sollte gleichzeitig ein Zeichen gegen die derzeit in Österreich stattfindende Repression sein:

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    „Zusätzlich wurde mit diesen Aktionstagen gezeigt, dass wir uns nicht einschüchtern lassen von Versuchen ESCADAs die Proteste zu kriminalisieren und mit repressiven Mitteln zu unterbinden. Es ist unsere Antwort auf die Unterstützung der Staatsanwaltschaft im derzeitigen österreichischen Prozess gegen die 13 Tierbefreiungs- und TierschutzaktivistInnen durch Zeugenaussagen von Führungspersonen ESCADAs.“

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    Not bankrupt enough to stop the fur-trade – Days of Action gegen Pelzhandel bei ESCADA


    Im Rahmen der internationalen Days of Actions gegen den Pelzhandel der ESCADA AG kam es zu vielfältigen Protesten gegen das deutsche Luxusmodeunternehmen. Tierbefreier_innen beteiligten sich nicht nur in Deutschland, wie in Berlin, Stuttgart, München, Hamburg, Düsseldorf oder Frankfurt mit Aktionen, sondern auch in Italien und den USA. Die Escada-Campaign berichtet auch von Telefon- und E-Mail-Protesten, Kunstblut- und Häutungsperformances und Plakatieraktionen und spricht von einem “vielversprechenden Start in die mittlerweile dritte Herbstsaison der Escada-Campaign”. Hier eine Zusammenfassung der Aktionen vom 24. bis 27. September:

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    Pressemitteilung: Internationale Aktionstage gegen Modehersteller ESCADA vom 24.-27.09.2009


    Kampagne von TierbefreierInnen fordert Ende des Pelzhandels

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    Offensive gegen die Pelzindustrie,

    Berlin, den 20.09.2009

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    Vom 24. bis 27. September wird im Rahmen der Escada-Campaign zu vielfältigen Protesten gegen den deutschen Luxusmodekonzern ESCADA aufgerufen. In zahlreichen Ländern werden Aktionen gegen den Pelzhandel des Unternehmens werden erwartet. In Deutschland beteiligen u.a. sich AktivistInnen aus Berlin, Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf an den Protesten.

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    Gegen den Pelzhandel bei ESCADA und MaxMara – Fahrraddemo in Berlin


    An einer von der Berliner-Tierrechts-Aktion (BerTA) organisierten Fahrraddemonstration gegen die Pelzindustrie und für die Befreiung der Tiere beteiligten sich am 12. September 30 Aktivist_innen. Die Tierbefreier_innen protestieren lautstark vor zahlreichen Filialen ESCADAs und MaxMaras, sowie vor einem Pelzwarenkaufhaus. Die Aktion ist der Auftakt zu Berliner Aktionstagen im Rahmen der Aktionswochen gegen den Pelzhandel der beiden Luxusmodeunternehmen im September. Am 26.09. ist eine Demonstration durch die Berlin-Mitte geplant. Wir dokumentieren an dieser Stelle einen ausführlichen Bericht, der auf Indymedia veröffentlicht wurde:

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    Spektakuläre Blockade der Escada-Veranstaltung „A View On Fashion“ in Berlin


    20 Tierbefreier_innen versperren am Abend des 1. Juli Zugänge zum Veranstaltungsort und fordern Ende des Pelzhandels des Luxusmodeunternehmens

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    In zahlreichen Zeitungs- und Fernsehberichten wird über die sog. ‘Pink-Party’ von Escada im Rahmen der Berliner Fashion Week berichtet. Im Mittelpunkt steht nicht die Selbstinszenierung des finanziell angeschlagenen Modekonzerns, sondern allen voran die entschlossen Proteste von 20 Tierbefreier_innen unmittelbar vor Beginn der Veranstaltung. Diesen gelang es die Eingänge zum historischen Bodemuseum etwa 15 Minuten zu versprerren. Unter Blitzlichtgewitter zeigten sie Transparente mit Aufschriften wie „Escada – pelzfrei“ und „Pelz ist Mord – Escada mordet mit“, verteilten Flugblätter und Wurfschnippsel und machen lautstark mit Sprüchen wie „Pelzhandelsstopp – Escada Boykott“ auf den Pelzhandel des Unternehmens aufmerksam.

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    Ein Pressesprecher der Berliner-Tierrechts-Aktion (BerTA), der die Proteste begleitete, bewertet die Aktion als Erfolg: „Die TierbefreierInnen konnten den Besuchern deutlich machen, dass Pelz nicht für Eleganz oder Ästhetik, sondern für Gewalt gegen Tiere steht. Es wird weiterhin Proteste geben, bis die Forderung nach einem Ende des Pelzhandels erreicht ist.“

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    Weitere Informationen:

    Homepage der ‘Escada-Campaign’: hier

    Bilder: Indymedia, B.Z.

    Videoberichte: Morgenpost, RBB Abendschau, Bild.de, Welt.de

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    Globale Kampagne gegen Max Mara gestartet


    Der internationale Modekonzern MaxMara, mit Sitz in Italien, ist eine der bedeutensten Marken der Luxusmodeindustrie. Für die Kollektionen von MaxMara, die in 2.300 eigenen Shops und an zahlreiche Mode- und Warenhauskonzerne verkauft werden, müssen jedes Jahr unzählige Füchse, Waschbären, Kaninchen und Nerze ihr Leben lassen. Das Fell der sogenannten Pelztiere wird zu Pelzapplikationen (Krägen u.a.), zu Mützen, Schals, sogar ganzen Pelzmänteln verarbeitet. Vor diesem Hintergrund wurde für den 22. November ein globaler Aktionstag ausgerufen, der gleichzeitig den Beginn der neuen globalen Kampagne MaxMara Campaign markiert. Nicht nur in über 30 Städten Italiens, sondern auch in Deutschland und vielen anderen Ländern wurde an diesem Tag gegen den Pelzhandel der MaxMara-Gruppe demonstriert.

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    Weitere Informationen:

    MaxMara-Campaign: hier

    Proteste am 22.11.2008 in Berlin: hier

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    500 bei Demonstration gegen Tierausbeutung und Pelzhandel in Berlin


    Demo unter dem Motto: “Animal Liberation – Escada aus dem Pelzhandel kicken”

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    Mehr als 500 DemonstrantInnen beteiligten sich am 15.11.2008 an der antispeziesistischen Demonstration in Berlin. Zum einen sollte ein Zeichen gegen speziesistische Verhältnisse allgemein gesetzt werden, zum anderen fand die Demonstration im Rahmen der globalen Kampagne gegen den Pelzhandel des Luxusmodekonzerns ESCADA (Escada-Campaign). Die Demonstration wurde von einer Vielzahl von kreativen Aktionen begleitet: Eine Sambaband und eine “radical Cheerleading”-Aktionsgruppe begleitete die Demo, zu einem “Zwischenfall” kam es als Jubeldemonstrant_innen versuchten gegen die Demo zu protestieren. Vor der Filiale des Escada-Konzerns in der Friedrichstraße fand zudem eine Kunstblutaktion statt.

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    Weitere Informationen:

    Indymedia-Bericht: hier

    Bericht der tagesszeitung (taz): hier

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    Aktionswochenende gegen Pelzhandel der Escada AG


    Vom 26. bis 28. September fand im Rahmen der Escada-Campaign ein Aktionswochenende gegen den Pelzhandel des deutschn Luxusmodeunternehmens statt. Aus über 20 Städten wurde von Aktionen berichtet. Nicht nur in Deutschland demonstrierten Tierbefreier_innen lautstark und kreativ gegen eine Unternehmenspolitik, die Tiere als bloße Ressource im Verwertungsprozess erachtet. Hier stellvertretend für zahlreiche kreative Proteste ein Aktionbericht von Indymedia Deutschland:

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    Am Samstag, den 27.09.2008 fand im Rahmen der globalen Kampagne gegen den Pelzhandel der ESCADA AG ein weltweiter Aktionstag statt. In Münster/Westf. nahm die Spurensicherung der „Pelz“tiermordkomission vor dem ESCADA Shop in der Innenstadt ihre Arbeit auf. Ihr Ziel: Die Beweise für den blutigen Pelzhandel des Luxusmodekonzerns der Öffentlichkeit zu präsentieren. Zur Überraschung der AktivistInnen und der PassantInnen ließ es sich Meisterdetektiv Sherlock Holmes höchstpersönlich nicht nehmen, seine zufällige Anwesenheit in der westfälischen Provinz zu nutzen, um die Ermittlungen aufzunehmen. Weiter lesen (Link zum Indymedia-Bericht).

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    Weitere Informationen:

    Escada-Campaign (Hintergrundinfos, Aktionsberichte u.a.): hier

    Video von Protesten am 27.09. in Berlin (youtube): hier

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    Heißer Herbst gegen die Pelzindustrie angekündigt


    Tierbefreier_innen kündigen einen heißen Herbst gegen die Pelzindustrie an, im Fokus steht insbesondere der Pelzhandel der ESCADA AG.

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    Gegen das Unternehmen begann im Oktober 2007 eine globale Kampagne unter dem Namen Escada-Campaign. Mit einem Aktionswochenende am 26. und 28. September soll der Heiße Herbst seinen Auftakt finden.
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    Der Heiße Herbst wird auch durch eine eigene Homepage und durch ein Mobilisierungsvideo beworben. Neben Aktionstagen der Escada-Campaign sind zudem Großdemonstrationen in Köln, Stuttgart und Berlin geplant.

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    Weitere Informationen:

    www.heisser-herbst.tk

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