OGPI INFO

Zwei weitere “Pelzfarmen” endgültig geschlossen!


Das Gerücht kursierte schon eine Weile, doch nun endlich konnte es bestätigt werden: Die “Pelzfarm Süderbrarup” ist geschlossen und vollständig abgebaut worden. Nachdem die Pelzfarmen in Trittau, Harrislee und Bargenstedt bereits schließen mussten, verbleibt somit nur noch eine letzte Pelzfarm in Schleswig-Holstein, welche von der Sörnsen GmbH in Schlesen/Neuenkrug bei Kiel betrieben wird.

.

Erfreuliche Nachrichten gibt es derweil auch aus Baden-Würtemberg. Die “Pelztierfarm Bonnet” in Ötisheim bei Pforzheim, hat ebenfalls ihren Betrieb eingestellt. Dies wurde auf Anfrage auch von den Betreibern bestätigt. In der Anlage wurden zahlreiche Nutria gehalten, um ihre Felle zu Pelz zu verarbeiten. Unter dem Label “Robo Pelze” werden von den ehemaligen Betreibern aber weiterhin Felle verarbeitet und verkauft.

.

Nach und nach schließen also immer mehr deutsche Pelzfarmen – ein deutliches Signal, dass sich die Pelzindustrie im Abwärtstrend befindet. Die Offensive gegen die Pelzindustrie begrüßt diese Entwicklung und ruft weiterhin zu Demonstrationen und anderen, legalen Protestaktionen gegen Pelzfarmen auf.

.

In den letzten Jahren kam es zudem vermehrt zu direkten Aktionen gegen Pelzfarmen in ganz Deutschland. So wurden noch im September 2010 alle Käfige der Farm in Süderbrarup während einer Freilassungsaktion geöffnet. Auch die Pelzfarm in Melle schloss kurz nachdem Aktivist_innen 2007 mehrere Hundert Käfige auf der Farm zerstört hatten. Und auch in Schlesen/Neuenkrug wurden im Juli 2008 mindestens 2000 Nerze freigelassen.

.

Für den 01. Oktober wird im Rahmen eines Aktionstages bundesweit zu mehreren Demonstrationen gegen Pelzfarmen aufgerufen (weitere Infos: hier).

Share


Nerzfreilassungen in Schweden und weiteren Ländern


Keine Ruhe für die Schwedische Pelzindustrie: Am 3. Oktober 2010 wurden rund 18.000 Nerze aus einer Pelzfarm in Skillingaryd freigelassen. Lediglich 4.000 Nerze sollen laut Medienangaben wieder eingefangen worden sein, etwa 50 seien von Autos überfahren worden. Daraus ergibt sich, dass etwa 14.000 Nerze die Chance auf ein Leben in Freiheit erhalten haben. Nur einen Tag später, am 04. Oktober wurden auf einer Anlage bei Vaggeryd weitere 4.000 Nerze freigelassen (siehe: directaction.info)

.

Nachdem die Schwedische Tierrechtsorganisation Djurrattsalliansen im August 2010 eine großangelegte Recherche über Pelzfarmen veröffentlichte, steht die Schwedische Pelzindustrie unter enormen Druck, der nicht zuletzt durch das mediale Interesse erzeugt wird. Auch in diesem Fall erschienen viele Pressebericht inklusive Fotos und Videos

.

Die Aktion war eine der größten Befreiungsaktionen der Geschichte der Tierbefreiungsbewegung. Weitere Aktionen fanden kürzlich in Griechenland statt, wo bereits Ende August etwa 50.000 Nerze aus einer Farm befreit wurden (Bericht, Video). Aber auch in Irland gab es Befreiungsaktionen, laut directaction.info wurden hier 4.000 Nerze befreit (Bericht) und in Deutschland konnten zwischen 150 und 300 Nerze nach einer Aktion bei Rochlitz (Sachsen) in die Freiheit entkommen (Bericht).

Share


Reaktion auf Freilassung mehrerer Tausend Nerze: Politik in Schleswig-Holstein diskutiert über “Pelzfarm”-Verbot


Vor gut zwei Wochen, am 05. September, wurden in Süderbrarup in Schleswig-Holstein mehrere Tausend Nerze aus einer sogenannten Pelzfarm freigelassen. Der Schaden wird vom Betreiber der Anlage auf 150.000 Euro geschätzt (Bericht der Lübecker Nachrichten vom 08.09.2010).

.

In der Folge wird in der Landespolitik Schleswig-Holsteins über ein Verbot von “Pelzfarmen” diskutiert. Wir dokumentieren einen Bericht der Lübecker Nachrichten vom 10. September 2010 (Quelle):

.

Lübeck – Der Einbruch militanter Tierschützer in eine Nerzfarm in Süderbrarup (Kreis Schleswig-Flensburg) und die Freilassung von mehreren Tausend Tieren ruft jetzt die Kieler Politik auf den Plan. Die Landtagsfraktionen von SPD, Grünen, FDP und Linken fordern ein striktes Verbot von Pelztierfarmen.

.

Allein die CDU hat keine Bedenken. „Solange die Pelztierzucht und -haltung im Rahmen der strengen gesetzlichen Bestimmungen erfolgt, spricht aus unserer Sicht nichts dagegen“, sagt Heiner Rickers, tierschutzpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Doch das sieht selbst der Koalitionspartner anders. Die FDP beharrt auf ihrer Forderung von 2002, Pelztierhaltung zu verbieten. „An dieser Position hat sich nichts geändert“, so Sprecher Frank Zabel.

.

Die Tierschutz-Expertin der SPD, Sandra Redmann, fordert ebenfalls ein Verbot. „Für mich sind die Methoden in der Pelztierhaltung nicht mit modernem Tierschutz in Einklang zu bringen“, so Redmann. Auch die Linken lehnen Pelzfarmen strikt ab. „Hier müssen viele Tiere leiden und sterben, damit sich einige Menschen Statussymbole leisten können“, sagt die Landtagsabgeordnete Ranka Prante. Mit den anderen Fraktionen soll über einen gemeinsamen Gesetzentwurf gegen die Pelztierzucht beraten werden.

.

Deutliche Worte findet Marlies Fritzen, tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen. „Diese sinnlose Quälerei von Säugetieren muss schleunigst ein Ende haben.“ Käfighaltung und Tötung von Nerzen, Füchsen und Sumpfbibern (Nutria) bezeichnet sie als unvertretbar. „Die Tiere werden für Luxusgüter zu tausenden vergast oder ertränkt“, sagt sie. Ihre Fraktion will jetzt eine offizielle Anfrage an die Landesregierung stellen. „Wir wollen wissen, wo sich die Farmen befinden, wie viele Tiere dort gehalten werden und nach welchen rechtlichen Grundlagen Genehmigungen erteilt werden“, sagt Fritzen.

.

Das Kieler Landwirtschaftsministerium weiß offiziell von fünf Pelzfarmen. Tierschützer gehen allerdings von deutlich mehr Anlagen im Land aus. Allerdings seien von den Betreibern selbst ebenso wenig Informationen zu erhalten wie von den Gewerbeämtern und Kreisveterinären. Laut Deutschem Tierschutzbund gehört Schleswig-Holstein neben Nordrhein-Westfalen zu den Bundesländern mit den meisten Nerzfarmen, darunter unter anderem in Stormarn und Ostholstein. Die beiden bundesweit größten Pelztierfarmen mit jeweils mehr als 40 000 Tieren gibt es in Mecklenburg-Vorpommern.

Share


Mehrere Tausend Nerze in Frankförde/Brandenburg befreit


Auf einer Nerzfarm in Frankenförde (Nuthe-Urstromtal/Brandenburg) wurden in der Nacht vom 13. zum 14. März mehrere Tausend Nerze von einer so genannten Pelzfarm befreit (Video). Laut einer Pressemitteilung der tierbefreier e.V. bekannte sich eine Gruppe mit dem Namen “Tierschutz Einsatzkommando” in einem Schreiben zu der Aktion. Zusätzlich zur Befreiung von 2.500 Nerzen seien die Wasserversorgung der “Farm”, mehrere Kraftfahrzeuge und Maschinen beschädigt und zerstört worden. In Presseberichten wird der Schaden auf 180.000 Euro beziffert und die Zahl von gar 4.000 freigelassenen Nerzen genannt.

Share


Drei weitere “Pelzfarmen” geschlossen


Nerzfarm” in Melle (Niedersachsen) schließt nach Aktion der Animal Liberation Front.

.

2006 und 2007 führte ein Rechercheteam der tierfreunde e.V. eine umfangreiche Untersuchung zu den letzten noch bestehenden sog. Pelzfarmen in Deutschland durch. Recherchen haben nun ergeben, dass seit 2007 mindestens drei weitere Pelzfarmen geschlossen wurden. Hierzu zählt der vergleichsweise kleine Zuchtbetrieb Klagges in 25704 Bargenstedt und die ehemals mit Hochspannungszäunen abgesicherte Pelzfarm Trittau von Hans-Günther Glasa. Hier wurden bis vor kurzem jährlich 8.000 Nerze gefangengehalten und getötet.

.

Eine Aktion der Animal Liberation Front besiegelte offenbar das Ende der “Pelzfarm” Melle in Niedersachsen. Die Amtsveterinärin des Landkreises Osnabrück bestätigte, dass die Anlage nach der Zerstörung von 700 Käfigen am 31.01.2007 nicht wieder aufgebaut wurde (Weitere Infos und Bilder: hier). Alfons Grosser, ehemaliger Betreiber der “Pelzfarm” auf der pro Jahr 18.000 Tiere getötet wurden, führt aber weiterhin Zuchtbetriebe in 06774 Söllichau, 14947 Frankenförde, 33739 Bielefeld und 39291 Grabow/Burg und wurde wiederholt Ziel von ALF-Aktivist_innen. Zuletzt wurden Ende 2007 ca. 10.000 in Grabow freigelassen und im März 2008 wurden abermals mehrere Hundert Nerze in Söllichau befreit.

.

Weitere Informationen:

“Pelzfarmen” in der BRD: hier

Pelzfarmrecherche von die-tierfreunde e.V.: hier

Share


März 2008: Erneute Nerzfreilassung in Sachsen-Anhalt


Nur wenige Wochen nach einer spektakulären Freilassung von mehr als 10.000 Nerzen in Grabow bei Magdeburg wurde in den vergangenen Tage bekannt, dass eine Gruppe der Animal Liberation Front (ALF) auch auf einer “Pelzfarm” in Söllichau bei Wittenberg Käfige von mehreren Hundert Nerzen geöffnet haben, um diese freizulassen. Unter dem Titel “Um 2.00 Uhr kamen die Nerzbefreier” berichtet die Mitteldeutsche Zeitung aus Halle von der nächtlichen Freilassung. Mittlerweile wurde aber auch ein BekennerInnenschreiben auf der Webseite des Vereins “die-tierbefreier e.V.” veröffentlicht, in dem sich ALF-AktivistInnen zur dieser Aktion bekennen und ihre Handlungsgründe schildern. Darin heißt es u.a. “Das Recht auf Freiheit und Unversehrtheit des Lebens ist in unseren Augen ein Recht, das allen Tieren zusteht.”
.
Bei den Tieren, die derzeit noch auf “Pelzfarmen” gefangen sind, handelt es sich um sog. Zuchttiere, die besonders wichtig für die ZüchterInnen sind. Durch die Aktion entkamen einige der für die “PelzfarmerInnen” besonders wertvollen Tiere und das Zuchtsystem wurde gestört. Auf der Farm in Söllichau befinden sich während der Zuchtzeit vom späten Frühling bis zum Spätherbst ca. 22.000 Nerze. Die Farm wird von der Heideblick GmbH betrieben, welche wiederum dem Vorsitzenden des Zentralverbandes deutscher Pelztierzüchter, Alfons Grosser, gehört. Grosser ist einer der wichtigsten Funktionäre der deutschen Pelzbranche und betreibt neben der Farm in Söllichau weitere Farmen in Melle, Grabow, Bielefeld und Frankenförde. Grosser wurde in den letzten Jahren mehrmals Ziel von Direkten Aktionen der Tierbefreiungsfront: In Söllichau wurden bereits 1997 Käfige zerstört und 35 Nerze befreit und im Oktober 2000 rund 700 Nerze freigelassen. Grossers “Pelzfarmen” in Melle (31.01.2007 ca. 700 Käfige zerstört) und Grabow (26.10.2007 ca. 15.000 Tiere freigelassen) waren ebenfalls schon Ziel militanter Anti-Pelz-Aktionen. Weiters wurde im April 2001 eine “Pelzfarm” in Steinölsa/Sachsen, an der Grosser finanziell beteiligt war von ALF-AktivistInnen besucht und in Schutt und Asche gelegt. Die Farm wurde daraufhin nie wieder aufgebaut.  Durch seine zentrale Funktion innerhalb der Pelzbranche ist anzunehmen, dass Grosser auch weiterhin auf die eine oder andere Weise von der Tierbefreiungsbewegung hören wird.
.
Weitere Informationen:
Artikel der Mitteldeutschen Zeitung: hier

Share


Animal Liberation Front bekennt sich zu Nerzfreilassung


:: 05.11.2007 ::

Pressemitteilung der tierbefreier e.V. (Auszüge):

.

“Der Dresdner Verein die tierbefreier e.V. erhielt am 05.11. ein anonymes BekennerInnenschreiben einer Gruppe der Animal Liberation Front zu der Nerzbefreiung, die in der Nacht zum 26.10. auf der Nerzfarm Bärwinkel bei Grabow / Burg stattgefunden hat.
.
Bei der Aktion erlangten mehr als 10.000 Tiere die Freiheit. Tiere, die ihr Leben lang zu mehreren in winzigen Drahtgitterkäfigen leben mussten und die in Kürze auf der Farm vergast und zu Pelz verarbeitet worden wären. Während freilebende Nerze als Einzelgänger leben und quadratkilometergroße Reviere durchstreifen, werden sie in ihrer engen Käfighaft physisch und psychisch krank, sie drehen unentwegt immer und immer wieder die gleichen Schleifen in ihren Käfigen und fügen sich gegenseitig Bissverletzungen insbesondere an den Schwänzen zu. Reißerische Berichte sprechen davon, dass die Nerze jetzt wegen falsch verstandener Tierliebe verhungern müssten oder überfahren würden. Offensichtlich sind diese Berichterstatter nicht in der Lage zu erkennen, worum es hier eigentlich geht: Auf einer Nerzfarm werden die Nerze (quälerisch) gehalten, um sie allesamt im November und Dezember umzubringen. Hätten die AktivistInnen die Tiere nicht befreit, wären sie in Kürze alle tot und zwar absichtlich getötet worden, um den Geldbeutel des Farmers zu füllen.
.
Nach der Befreiung wird ein vermutlich zweistelliger  Prozentsatz der Tiere überleben, d.h. es werden ein- bis mehrere tausend Nerze ein Leben in Freiheit leben. Offensichtlich sind die Lebensbedingungen in der betroffenen Region gut geeignet, um den Nerzen ein Überleben zu ermöglichen. Von Naturschützern wird beanstandet, die (amerikanischen) Nerze aus den Farmen würden den europäischen Nerz langfristig verdrängen. Es geht hier jedoch um das Leben von Individuen und nicht einer Art. Jedes Tier möchte leben, in Freiheit, frei von Schmerz und Gefangenschaft. Gegen dieses Grundrecht wird auf Nerzfarmen (und nicht nur da) eklatant verstoßen. Wenn durch die Befreiung nun eine Art besser überlebt als eine andere, die sich möglicherweise langfristig nicht mehr so gut vermehren kann, ist dies eine Artenfrage und keine Individuenfrage. Eine Art verspürt keinen Schmerz, Individuen sehr wohl. Dass sich gerade auch noch Jäger angeblich Sorgen um Hasen und Vögel machen, darf wohl eher als Ironie, wenn nicht gar als Sarkasmus verstanden werden. Niemand bringt so viele Vögel und Hasen um, wie die Jäger selbst. Tierausbeuter scheinen in der Gegend so massig vertreten zu sein, dass selbst die Farmer und deren Gehilfen, die die Nerze wieder einfangen wollten, einer Wildschweinjagd in die Quere gekommen sind. Die Nerztöter behindern die Wildschweintöter und umgekehrt. Abgesehen davon ernährt sich der als besonders schützenswert angesehene europäische Nerz von den gleichen Beutetieren wie der amerikanische. Die Angst um die Hasen (die in ausgewachse-nem Zustand sowieso nicht zum Beuteschema des Nerzes gehören) und Vögel dürfte somit wohl eher als geheuchelt  angesehen werden.
.
Neben der Tatsache, dass tausenden Tieren ein Leben in Freiheit ermöglicht wurde und dies vielen auch gelingen wird, ist ein weiterer positiver Nebeneffekt der Aktion, dass dem Farmer Medienberichten zufolge mehr als eine Million Euro Schaden entstand. Dieses Geld, das auf dem Rücken der Tiere erwirtschaftet worden wäre, steht dem Kreislauf aus Leid und Tod nun nicht mehr zur Verfügung.”

.

Weitere Informationen:

Pressemitteilung der tierbefreier e.V.

Share


Mehr als 10.000 Nerze freigelassen


:: 26.10.2007 ::

Nerzfreilassung auf sog. Pelzfarm in Sachsen-Anhalt

.

Laut Medienberichten wurden auf einer Pelzfarm in Burg bei Magdeburg (Sachsen-Anhalt) tausende Nerze freigelassen. Je nach Bericht schwanken die Zahlen von 10000 bis 15000 Nerzen. Etwa 3000 wurden mittlerweile von Farmangestellten, BundeswehrsoldatInnen und anderen freiwilligen HelferInnen wieder eingefangen. Bisher liegen keine BekennerInnenschreiben vor. Die Polizei ist ratlos, ermittelt in alle Richtungen, geht aber von einer Aktion von TierbefreierInnen aus.

.

Die Nerze wären innerhalb der kommenden Wochen auf der Farm ermordet worden und haben nun eine Chance, in Freiheit zu leben. Der finanzielle Schaden ist bisher nicht beziffert worden.

Share