Die Offensive gegen die Pelzindustrie hatte am vergangenen Wochenende (24. & 25.02.2012) zu Aktionstagen gegen den Pelzhandel bei Kaufhof aufgerufen. Im Vorfeld wurde zu 30 Aktionen in knapp 20 Städten der Bundesrepublik mobilisiert. In Kürze folgt an dieser Stelle ein zusammenfassender Bericht der Offensive. Wir möchten hier aber bereits diejenigen Aktionsberichte, die uns bisher erreicht haben dokumentieren:
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Übersicht der Proteste:
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Unangekündigte Flyeraktion in Aachen: In Aachen wurde am Samstag, 25.02. vor der Kaufhof-Filiale im Adalbertsteinweg (große Einkaufsstraße) eine unangekündigte große Flyeraktion durchgeführt. Von 13 Uhr bis 15.30 Uhr wurden dort Flyer der Offensive verteilt.
Tierrechtsinitiative Augsburg demonstriert vor Kaufhof: Bei einer Demonstration (siehe Bild) in Augsburg wurden Informationsbroschüren verteilt und die PassantInnen konnten sich über die Geschäftspolitik des Kaufhof-Konzerns und generell über die Pelzindustrie informieren. Informationen wurden über das Megaphon lautstark verkündet, sowie Transparente und Bilder über getötete Kaninchen waren bei der Aktion präsent.
Lautstarke Demonstrationen in Berlin: Am 24. und 25.02. wurde in Berlin jeweils vor zwei Kaufhof-Filialen demonstriert. Aufgerufen hatte die Berliner-Tierbefreiungs-Aktion. 30 Aktivist_innen folgtem dem Aufuf und protestierten lautstark gegen den Pelzhandel der Warenhauskette Kaufhof.
Kreative Demos in Bielefeld: Aktivist_innen demonstrierten an zwei Tagen in Bielefeld. Nachdem bereits am 24.02. eine “Nackt-Kundgebung” durchgeführt wurde, wurde am 25.02. mit Videovorführungen, “Begräbnisdeko” und Unterschriftensammlung sechs Stunden vor Kaufhof protestiert.
Proteste mit Samba-Gruppe in Bremen: Zwei Demonstrationen gegen den Pelzhandel bei Kaufhof in Bremen wurden durch eine Samba-Gruppe unterstützt. Weiterhin wurden auf der von 25 Teilnehmer_innen besuchten Kundgebung Redebeiträge gehalten, Flyer verteilt und Plakate gezeigt. Weitere Infos: Aktionsbericht mit Fotos
25 bei Demo in Bonn: Die Tierrechtsgruppe Bonn und die tierbefreier e.V. demonstrierten in Bonn mit ca. 25 Aktivist_innen direkt vor dem Kaufhof am Münsterplatz. Durch Flyer, Redebeiträge und lautstarkes Rufen wurdendie Passanten über den Pelzhandel bei Kaufhof sowie dem Pelzhandel allgemein aufgeklärt.Mehrere Personen entschieden sich dazu nicht bei Kaufhof einkaufen zugehen, andere Personen ließen die Geschäftsleitung ausrufen und beschwerten sich über den Verkauf von Pelz.
Zwei Demos in der Chemnitzer Innenstadt: Im Rahmen der Aktionstage gegen den Pelzhandel bei Kaufhof protestierten Aktivist_innen aus Chemnitz am 24. & 25.Februar vor der Kaufhof-Filiale in der Chemnitzer Innenstadt. Weitere Infos: Aktionsbericht mit Bildern
Kundgebung und Straßentheater in Essen: Unter dem Motto: “Der Ex war ein Arschloch – Kein neuer Flirt mit der Pelzindustrie” demonstrierten am Essener Hauptbahnhof 15 Aktivist_innen gegen den Pelzhandel bei Kaufhof. Ein Straßentheater bei dem “Kaninchen” von ihren “Besitzer_innen” das Fell abgezogen wurde, sollte zudem die ambivalenten Herrschaftsverhältnisse der Haustier- bzw. der Pelztierhaltung verdeutlichen.
Proteste von “Frankfurt vegan”: Ausgerüstet mit Transpis (”Gegen Pelzhandel und jede Form der Tierausbeutung” sowie “An Pelz klebt Blut”), Megafon, zahlreichen Flyern und Infostand positionierten sich die Aktivist_innen am Freitag, den 24.02 von 15 bis 18 Uhr direkt vor der Kaufhof-Filiale in der Zeil. Als kreative Hingucker dienten eine als Kaninchen verkleidete Aktivistin (mit blutverschmiertem Pelz) im viel zu kleinen Käfig sowie ein Sarg, um dem mehrere große Fotos platziert wurden, welche unverblümt die Haltung und Schlachtung von Kaninchen für die Pelzgewinnung zeigten. Weitere Infos: Aktionsbericht mit Fotos
Tierrechtsinitiative Rhein-Main demonstriert in Frankfurt: Im Rahmen der Aktionstage gegen den Wiedereinstig in den Kaninchenpelzhandel von Galeria Kaufhof demonstrierten Aktivist_innen der Tierrechtsinitiative Rhein-Main zahlreichvor der Frankfurter Filiale. Mit Megaphondurchsagen, verteilte Flugblätter und Bildern aus der „Kaninchenpelzproduktion“ wurde den Passant_innen die grausame Brutalität der Tierausbeutung näher gebracht.
Ebenfalls Kreative Proteste in Freiburg: Auch in Freiburg gab es eine Demonstration. Hier wurde u.a. mithilfe einer Kunstblutaktion auf die Verantwortung Kaufhofs für die Gewalt gegen Tiere durch die Pelzindustrie aufmerksam gemacht.
Demo und Radiointerview in Halle (Saale): Tierbefreiungs-Aktivist_innen demonstrierten vor der einzigen Filiale von Kaufhof in Sachsen-Anhalt. Im lokalen Radio Corax wurde die Aktivist_innen interviewt. Das Interview, in dem die Hintergründe der Proteste erläutert werden, kann unter: antispehalle.blogsport.de angehört und heruntergeladen werden.
Kraftvolle Demos in Hamburg: Jeweils 30 Aktivist_innen beteiligten sich an zwei Demonstrationen vor Kaufhof in der Mönckebergstraße am Freitag und Samstag. Mit Transparenten, Infotischen und durch lautstarkes Rufen wurde gegen die Verwendung von Echtpelzprodukten protestiert.
Flyeraktionen in Hamburg: Bereits am 22. und 23. Februar wurden bei einer Flyeraktion zahlreiche Flugblätter an Passant_innen und Mitarbeiter_innen verteilt.
7-stündige Kundgebung in Kempten: Auch im Allgäu protestierten Aktivist_innen mehrere Stunden vor der Filiale von Kaufhof mit einem Infostand, mehreren Transparenten und Musik.
Proteste auch in Leipzig: Die Leipziger Gruppe Alfred* und Tierrechtsgruppe Dresden/OG tierbefreier e.V. protestieren am Samstag in Leipzig von 14 bis 17 Uhr: 15 Leute hielten Transparente und Schilder, sammelten Unterschriften und verteilten 900 Flyer. Auf die mit Kunstblut bespritzten Pelze reagierten viele PassantInnen. Weitere Infos: Aktionsbericht mit Fotos
Zwei Demos in Mannheim: Ortsgruppen von die tierbefreier e.V. und von die Tierfreunde e.V.protestierten am 24. und 25.02.2012 direkt vor Galeria Kaufhof am Paradeplatz in Mannheim.
Viel Zuspruch für Demo in München: Am Rotkreuzplatz demonstrierten Tierbefreier_innen, um den unbefristeten Pelzausstieg Kaufhofs zu fordern. Mit Megafondurchsagen wurden Passant_innen informiert, ein Transparent forderte zum Kaufhof-Boykott auf. Viele Passant_innen zeigten sich erstaunt und entrüstet darüber, dass es bei Kaufhof (wieder) Pelz zu kaufen gäbe.
Kundgebung in Paderborn: In Paderborn zeigten Aktivist_innen der Tierrechtsinitiative Paderborn am Freitag, dem 24.02.2012, und am darauffolgenden Samstag, dass Kaufhof mitverantwortlich ist für die Praktiken der Zucht so genannter Pelztiere. Viele Passant_innen wurden mittels Plakaten und Transparenten auf den Echtpelzverkauf aufmerksam gemacht und in Flugblättern über die Fakten informiert. Weitere Infos: Aktionsbericht
Kundgebung mit Videoaktion in Stuttgart: Ca. 20 Aktivistinnen und Aktivisten aus Stuttgart und Umgebung trafen sich daher, um vor der Filiale in der Stuttgarter Königstraße zu demonstrieren. Aufgerufen hatte die Tierrechtsinitiative Stuttgart. Auf einem großen Fernseher wurden “Furcoat” von Tes Dekker, ein Film über das Schicksal von Pelztieren, sowie eine Recherche über die Zustände in spanischen Nerzfarmen gezeigt. Zwei große Transparente und Aufrufe zum Boykott von Kaufhof, die mit Kreide auf die Königsstraße geschrieben wurden, zogen zusätzlich viele Passantinnen und Passanten zum Infostand. Weitere Infos: Aktionsbericht & Fotos (Flickr)
Die Demo “Frankfurt Pelzfrei” hat sich mittlerweile zu einer der größten Tierrechtsdemos in Deutschland entwickelt. In diesem Jahr findet sie am 07. April statt. In einem Aufruf der Organisator_innen heißt es treffend: “Solange Frankfurt die Hochburg der Kürschnerbetriebe in Deutschland ist und so lange Pelz in den Geschäften angeboten wird, werden wir gegen diese Zustände demonstrieren.”
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Die Proteste richten sich in erster Linie gegen die in Frankfurt stark vertretene Pelzindustrie. Mit Musik, Redebeiträgen und Protesten vor Modehäusern und Pelzläden soll auf die Praktiken der Pelzindustrie aufmerksam gemacht werden. Aber auch vor anderen Geschäften, die von Tierausbeutung profitieren, soll demonstriert werden, schließlich richtet sich die Demonstration gegen jede Form der Tierausbeutung. Zudem wird zu einem “herrschaftskritischen Block” auf der Demo aufgerufen. Los geht’s um 13:00 Uhr an der Hauptwache.
Aus dem gesamten Bundesgebiet und benachbarten Ländern kamen am 26. März 2011 Tierbefreiungs-Aktivist_innen und Pelzgegner_innen in Frankfurt am Main zusammen, um gegen die Pelzindustrie und ihre Profiteure zu demonstrieren. Aufgerufen hatte die Tierrechtsinitiative Rhein-Main.
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Bereits zum Vormittag versammelten sich mehrere Hundert Aktivist_innen zu einer Kundgebung an der Hauptwache. Gegen 13:30 setze sich dann ein Demonstrationszug durch die Frankfurter Innenstadt in Bewegung. Nach Aussagen der Veranstalter_innen und Presseberichten brachten 1.000 Demoteilnehmer_innen ihren Unmut über die Pelzindustrie zum Ausdruck. Parolen wie „Wir sind laut, wir sind hier – für die Befreiung von Mensch und Tier“ aber auch Redebeiträge machten zudem deutlich, dass die Gefangenhaltung und Tötung von nichtmenschlichen Tieren für die Pelzindustrie nicht unabhängig von anderen Unterdrückungsverhältnissen gesehen wurde.
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Die Demonstration führte vorbei an verschiedenen Geschäften, die in verschiedener Weise von der Gewalt und Ausbeutung von Tieren profitieren. So sahen sich Pelzgeschäfte, Filialen von Bekleidungskonzernen, aber auch Fleisch-verkaufende Restaurants mit lautstarken Protesten konfrontiert. Eine Samba-Band, Clowns, eine Aktionsgruppe der „Schüler gegen Pelz“ aber auch ein herrschaftskritischer Block veranschaulichten die Vielfältigkeit der Proteste in Fankfurt. Begleitet wurde die Demonstration zudem von einem für Tierbefreiungsdemos vergleichsweise großen Aufgebot von Bereitschaftspolizisten und sog. „Beweis- und Festnahme-Einheiten“ der Polizei. Zwar kam es während der Demonstration zu keinen Festnahmen, vor einschlägigen Geschäften wie „MaxMara“ verhinderten Polizeiketten jedoch Aktionen direkt vor dem Geschäften. Vor dem Pelzgeschäft „Türpitz“ wurden gar weiträumig Absperrgitter aufgebaut und Aktivist_innen immer wieder gefilmt. Die Demo endete am späten Nachmittag an der Hauptwache. Angekündigte Störaktionen von Neonazis blieben zudem aus (Hintergründe: hier). Am Abend fand auf dem Uni-Campus noch ein gut besuchtes Solidaritätskonzert statt.
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Die regelmäßig im Frühjahr in Frankfurt stattfindenden Demos gehören zu den größten ihrer Art in Europa. Ursprünglich richteten sich die Demos gegen die für die Pelzindustrie bedeutende Messe „Fur and Fashion“. Diese wurde jedoch 2008 wegen immer geringerer Ausstellerzahlen und steigender Proteste zur Aufgabe gezwungen (Hintergründe: hier) und auch die weitaus kleinere Nachfolge-Veranstaltung „Fur and Fashion Market Days“ fand keinen Zuspruch, sodass die Zeit der großen Pelzmessen in Frankfurt wohl ihr Ende gefunden hat. Seither richten sich die Proteste gegen pelzverkaufende Bekleidungskonzerne und unterstützen damit Kampagnen wie die „MaxMara-Campaign“ bzw. in der Vergangenheit die mittlerweile erfolgreich abgeschlossene „ESCADA-Campaign“. Zudem ist Frankfurt Hochburg der pelzverarbeitenden Industrie in Deutschland. Demonstrationen wie die „Frankfurt pelzfrei“ können hier einen Beitrag liefern, die Forderungen nach der Abschaffung der Pelzindustrie in die Öffentlichkeit zu tragen.
Jahrelang wurde in Frankfurt mit Großdemonstrationen und anderen Aktionen gegen die damals größte Pelzmesse Europas, die Fur and Fashion protestiert. Mit Erfolg – das einstige Aushängeschild der Pelzindustrie musste nach beständig sinkenden Ausstellerzahlen mit der italienischen “MiFur” fusionieren. Seither finden in Frankfurt nur noch die weitaus weniger bedeutende Nachfolgeveranstaltung “Fur and Fashion Market Days” statt.
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Frankfurt bleibt aber auch nach dem Rückzug der großen Pelzmessen Hochburg der Kürschnerbetriebe in Deutschland und nicht zuletzt bieten die verbleibenden Pelzverkaufenden Modehäuser Anlass für Protest in der Mainmetropole. Aus diesem Grund organisiert die Tierrechtsinitiative Rhein-Main (TiRM) und weitere Gruppen eine Großdemonstration durch die Frankfurter Innenstadt am 26. März 2011. Erwartet werden bis zu 1.000 Demonstratant_innen. Begleitet wird die Demonstration, die um 13 Uhr an der Hauptwache beginnt, von Musik, Redebeiträgen und verschiedenen Aktionen. Für den Abend ist zudem ein “Anti-Pelz-Fest” angekündigt.
Auch in diesem Frühjahr versammelten sich wieder mehrere Hundert Tierbefreier_innen und Pelzgegner_innen zur “Fur and Fashion Demo” in Frankfurt. Zur Demonstration am Samstag, dem 13. März, kamen laut Angaben der Veranstalter rund 650 Aktivist_innen aus ganz Deutschland, Luxemburg und Belgien. In den vergangen Jahren konzentrierten sich die Proteste auf Europas größte Pelzmesse “Fur and Fashion”. Nach jahrelangen Protesten und zahllosen erfolgreichen Kampagnen der Tierbefreiungsbewegung gegen die Pelzindustrie musste diese aber ihren Betrieb einstellen. Im besonderen Fokus der Proteste der diesjähigen Demo standen daher Konzerne, die von der Gefangenhaltung und Tötung so genannter “Pelztiere” profitieren. …
Die Zeiten der großen Pelzmessen in Frankfurt sind vorbei. Die “Fur and Fashion”, einst Aushängeschild der deutschen Pelzindustrie, musste nach jahrelang sinkenden Austellerzahlen und immer stärkeren Protesten im vergangenen Jahr ihren Betrieb einstellen. Die weitaus weniger bedeutende Nachfolgeveranstaltung “Fur and Fashion Market Days” und pelzverkaufende Modehäuser bieten aber weiterhin Anlass zum Protest.
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Aus diesem Grund organisiert die Tierrechtsinitiative Rhein-Main (TiRM) und weitere Gruppen eine Großdemonstration durch die Frankfurter Innenstadt, denn, wie die Organisator_innen in einem Aufruf schreiben, “so lange Frankfurt die Hochburg der Kürschnerbetriebe in Deutschland bleibt und so lange wie in Frankfurt noch Pelz in Geschäften angeboten wird, so lange werden wir auch dagegen protestieren.” Begleitet wird die Demonstration, die um 13 Uhr an der Hauptwache beginnt, von Musik, Redebeiträgen und verschiedenen Aktionen. Für den Abend ist zudem ein “Anti-Pelz-Fest” angekündigt.
Im Rahmen der internationalen Days of Actions gegen den Pelzhandel der ESCADA AG kam es zu vielfältigen Protesten gegen das deutsche Luxusmodeunternehmen. Tierbefreier_innen beteiligten sich nicht nur in Deutschland, wie in Berlin, Stuttgart, München, Hamburg, Düsseldorf oder Frankfurt mit Aktionen, sondern auch in Italien und den USA. Die Escada-Campaign berichtet auch von Telefon- und E-Mail-Protesten, Kunstblut- und Häutungsperformances und Plakatieraktionen und spricht von einem “vielversprechenden Start in die mittlerweile dritte Herbstsaison der Escada-Campaign”. Hier eine Zusammenfassung der Aktionen vom 24. bis 27. September: …
Kampagne von TierbefreierInnen fordert Ende des Pelzhandels
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Offensive gegen die Pelzindustrie,
Berlin, den 20.09.2009
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Vom 24. bis 27. September wird im Rahmen der Escada-Campaign zu vielfältigen Protesten gegen den deutschen Luxusmodekonzern ESCADA aufgerufen. In zahlreichen Ländern werden Aktionen gegen den Pelzhandel des Unternehmens werden erwartet. In Deutschland beteiligen u.a. sich AktivistInnen aus Berlin, Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf an den Protesten. …
Auch die verkleinerte Fur&Fashion Nachfolgeveranstaltung, genannt Fur&Fashion Market Days, konnte in Frankfurt nicht ungestört von Anti-Pelz-Protesten stattfinden.
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Am Samstag, den 14. März 2009 zogen gut 800 Tierrechtler_innen und Tierbefreier_innen durch die Frankfurter Innenstadt, um lautstark ihren Protest gegen Tierausbeutung im Allgemeinen und die zeitgleich stattfindenden Fur&Fashion Market Days im Besonderen verlauten zu lassen. Die von der Tierrechtsinitiative Rhein Main (TIRM) organisierte Demo wurde begleitet von Infoständen, Redebeiträgen, Live-Musik (Fidl Kunterbunt, Albino) und Radical Cheerleading. Zwischenstopps der Demo waren unter anderem eine Filiale des pelzverkaufenden Modehauses ESCADA, gegen das momentan eine Kampagne läuft, sowie eine Filiale von Laurèl (ESCADA-Tochter), das Pelzhaus Rolf Schulte Design Team und das Geschäft Pelze Türpitz. …
Angekündigt hat es sich angesichts der sinkenden Anzahl an Ständen und Besucher_innen auf der jährlichen Pelz-Messe “Fur & Fashion” in Frankfurt am Main schon lange. Nach 60 Jahren wird es die von der Pelz-Lobby arrangierte Messe nun endlich nicht mehr geben. Aus Gründen der Vernunft, wie es der Berliner Kurier in seinem Online-Portal beschreibt, werden die Organisator_innen diese Entscheidung wohl nicht getroffen haben. Vielmehr ist der Absatzmarkt in Deutschland extrem klein geworden – wohl auch auf Grund zahlreicher erfolgreicher Kampagnen gegen Modeunternehmen, welche mit Echtpelzprodukten handeln. In vielen anderen Ländern finden ähnliche Ausstellungen regelmäßig statt, so wird auch diese Messe in einem anderen Gesicht mit neuen Verbündeten ihren Platz finden. Doch dieser wird immer enger. Das Ende der Fur & Fashion ist trotz allem eine hoffnungsvolle Nachricht, denn sie reiht sich nahtlos in die Kette von Niederschlägen der stark angeschlagenen Pelzindustrie ein.
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Die Fur & Fashion als Treffpunkt weltweit in der Pelzbranche agierender Firmen ist nun in dieser Form Geschichte. Und wie z.B. der Ausstieg des Moderiesen Gerry Weber oder die weltweite Kampagne des Global Network against the Fur Industry gegen den Pelzhandel bei Escada (www.antifur-campaign.org) zeigt, schlägt der Kampf gegen die Pelzindustrie auch auf globaler Ebene Wellen. Von dieser wurden und werden an der Pelzindustrie teilhabende Unternehmen weiterhin viel zu spüren bekommen. Solange, bis nicht nur die Fur & Fashion ihre Tore schließt, sondern alle sog. Pelzfarmen nicht mehr betrieben werden!