OGPI INFO

Kriminalisierte Tierrechtler_innen in Österreich aus Haft entlassen!


Nach über drei Monaten Untersuchungshaft hat die Oberstaatsanwaltschaft (OStA) Wien am 02. September angewiesen, die Enthaftung der kriminalisierten Tierrechtler_innen zu beantragen. Die neun, noch inhaftierten TierrechtlerInnen wurden daraufhin umgehend aus der Haft entlassen. Hintergrund der Inhaftierung ist der Versuch der Ermittlungsbehörden die aktive österreichische Tierrechts- und Tierschutzbewegung zu kriminalisieren. Die Welle der Repression wurde mit der angeblichen Bildung einer sog. Kriminellen Organisation durch die zehn inhaftierten Aktivist_innen und weiterer Tierrechtler_innen begründet. Konkrete Beweise blieben die Ermittlungsbehörden den Angeklagten bis heute schuldig. Das Strafverfahren gegen sie wird auch nach der Enthaftung fortgesetzt.
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Weitere Informationen:

www.antirep2008.lnxnt.org/



Repressionswelle gegen Tierrechtler_innen in Österreich


Am 21.5.2008 um ca. 7 Uhr morgens stürmten Wega Beamte insgesamt 23 Wohnungen, Häuser und Büros in Wien, Graz und Tirol. Teilweise schliefen die Betroffenen noch und wurden vom Lärm der eingetretenen Türen geweckt oder sahen sich unvermittelt Wega Beamten mit gezückten Waffen gegenüber. Während der Hausdurchsuchungen mussten sie mit Handschellen versehen an der Wand stehen. Computer, Handys, Kleider, Flugblätter und zahlreiche andere Gegenstände wurden von der Polizei beschlagnahmt. Gegen 10 Aktivist_innen liegen Haftbefehle vor; der konkrete Tatvorwurf lautet “Bildung einer kriminellen Organisation” gemäß § 278a StGB. Wegen angeblicher Verdunkelungs- und Tatbegehungsgefahr sitzen die Betroffenen nun in Untersuchungsghaft. Sie wurden gestern, also zwei Tagen nach der Verhaftung, erstmals einem Haftrichter vorgeführt; ihre Anwälte durften sie bisher noch nicht treffen.
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Die betroffenen Aktivist_innen sind größtenteils schon lange in der Tierrechtsszene aktiv und beteiligten sich an den letzten zwei Jahren an der Kampagne gegen den Pelzverkauf bei Kleider Bauer. Wie die Ogpi regelmässig berichtete war diese Kampagne von Anfang an stark von Repression betroffen; es gab zahlreiche Versuche von Seiten der Behörden die Kundgebungen vor Kleider Bauer Filialen zu unterbinden und die Aktivist_innen mundtot zu machen. Die jüngsten Ereignisse sind lediglich der vorläufige Höhepunkt der Repression; durch die völlig willkürliche Konstruktion einer kriminellen Organisation wird die Unschuldsvermutung außer Kraft gesetzt.
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In den letzten Tagen fanden bereits zahlreiche Solidaritätsaktionen unter anderem in Graz, Wien, Berlin, Hamburg und Stockholm statt. Am Sonntag den 25.5. um 14:30 ist eine Soli-Kundgebung vor dem Landgericht Wiener Neustadt geplant (Treffpunkt für eine gemeinsame Anfahrt aus Wien: 13:30 große Halle Südbahnhof). Kommt zahlreich und zeigt eure Solidarität mit den Betroffenen!
Wir lassen uns nicht einschüchtern ? sowohl die Solidaritätsaktionen als auch die Kleider Bauer Kampagne werden fortgesetzt bis die Aktivist_innen von allen Tatvorwürfen freigesprochen wurden und alle Kleider Bauer Filialen pelzfrei sind.
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Weitere Informationen:
Indymedia-Artikel: hier



Wieder Repression gegen Kleider Bauer-Kampagne


In Graz/Österreich wurde unlängst ein Mensch vom Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) vorgeladen. Gegen ihn werde ermittelt, da vermutet wird, er stehe in Verbindung mit einer Aktion gegen die Kleider Bauer-Gruppe, die etwa eineinhalb Jahre zurückliegt. Er sei ins Netz der ErmittlerInnen gegangen, da, nach Angaben der StaatschützerInnen, sein Mobiltelefon geortet worden sei und ein Zusammenhang mit der Tat hergestellt werden könne. Im Zuge des vierstündigen Verhörs wurde dem Betroffenen auch DNA abgenommen “um seine Unschuld zu beweisen”.
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Formlosen Vorladungen des LVT muss nicht Folge geleistet werden! Wer auch immer davon betroffen ist, sollte auf alle Fälle rechtliche Unterstützung einholen und die OGPI informieren! Auch gezielte Repression wird die Proteste gegen den Pelzhandel der Kleider Bauer-Gruppe nicht schwächen, auch Kleider Bauer wird pelzfrei werden!



Kreative Aktionen zivilen Ungehorsams bei ESCADA in Berlin und Wien


In den letzten Tagen gab es zwei Aktionen des sogenannten zivilen Ungehorsams gegen Shops von ESCADA in Berlin und Wien.

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Bereits am 14.Dezember 2007 wurde der Berliner “Flagship-Store”, in der Friedrichstrasse, von 4 Clowns besucht, die in den Verkaufsräumen eine “Nerzfuchsiltiskanincheneisbärin” wiederbelebten.
ein ausführlicher Bericht auf Indymedia: hier

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In Wien haben sich am 21.Dezember 2007 zwei Aktivisten an der Eingangstüre von ESCADA angekettet und konnten erst nach einiger Zeit von der Polizei losgemacht werden:

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Über eine Stunde versuchten Polizist_innen mit unterschiedlichen Mitteln (Bolzenschneider, Trennscheibe/Flex, …) vergeblich, die massiven Bügelschlösser, mit denen sich die Aktivist_innen fixiert hatten, zu öffnen. Nach beinahe eineinhalb Stunden gelang dies schließlich und die Aktivist_innen wurden unter Solidaritätsrufen der zahlreich anwesenden Passant_innen und Schaulustigen von der Polizei abtransportiert. Die beiden friedlichen Demonstrant_innen wurden recht unsanft jeweils von mehreren Beamt_innen zur nächsten Wache getragen, wo sie nach Personalienfeststellung noch festgehalten wurden, schließlich aber doch gehen durften.”, so die Basisgruppe Tierrechte (BAT) auf ihrer Webseite.

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Weitere Informationen:

Aktionsbericht der Basisgruppe Tierrechte: hier
Bericht und Bilder des Vereins die Tierbefreier e.V.: hier
Escada-Campaign Homepage: hier



Go-In bei Kleider Bauer im Donauzentraum in Wien


:: 02.02.2007 ::

Kampagne gewinnt an gegen Pelzhandel des österreichischen Unternehmens gewinnt an Fahrt!

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Heute Nachmittag haben TierrechtlerInnen in den Geschäftsräumen von Kleider Bauer in Wien (Donauzentrum) energisch gegen den Pelzverkauf protestiert.Mehrere AktivistInnen hielten Transparente gegen den Pelzverkauf bei Kleider Bauer, informierten die anwesenden KundInnen und PassantInnen mit kleinen Wurfflyern und skandierten Parolen: Die überaus aggressiven Kleider Bauer-angestellten versuchten den AktivistInnen das Transparent zu entreissen und vermeintliche AktivistInnen festzuhalten bzw. in den Geschäftsräumen einzusperren.

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Die Protestaktionen gegen Kleider Bauer, Hämmerle, Otto Graf etc. werden nicht aufhören, bis das Ziel erreicht ist: die Kleider Bauer Gruppe muss Pelzfrei werden!

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Weitere Informationen zur Kampagne:

Auf der Sonderseite der Offensive zur Kampagne



Repression gegen Kleider Bauer Kampagne


:: 15.12.2006 ::
Schikanen gegen Tierrechts-AktivistInnen in Wien:

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Nachdem von ALF-AktivistInnen am 01. Dezember 2006 bei einer Wiener KLEIDER BAUER Filiale Scheiben beschädigt wurden, sind AktivistInnen verschiedener Gruppen Ziel von Repression. Praktisch jede einzelne Protestkundgebung vor Wiener KLEIDER BAUER Filialen wurde unter fadenscheinigen Gründen von der Polizei untersagt bzw. der Anmelder/die Anmelderin zum Zurückziehen der Anmeldung gedrängt. Als Grund wird u.a angegeben, es werde “befürchtet, dass sich radikale Tierschützer, animiert durch diese Kampagne, der Versammlung anschließen und es im Zuge der Versammlung zu Beschädigungen des Eigentums von Kleider Bauer oder zu Angriffen auf dessen Mitarbeiter kommen wird.” Ähnlich verhielt es sich mit einer Anmeldung einer Kundgebung in St. Pölten, die auch aus den oben genannten Gründen untersagt wurde. Bei ähnlichen, wöchentlich zwei mal abgehaltenen, Kundgebungen gegen Peek&Cloppenburg in Wien wurde über 4 Jahre hinweg die erwähnte Befürchtung niemals bestätigt!



Aktivisten der Basisgruppe Tierrechte stören das Finale des Creative Fur Award


:: 16.11.2006 ::

Spektakuläre Protestaktion gegen Pelzmodeschau. Aus der Pressemitteilung der Basisgruppe Tierrechte vom 16.11.:

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“Heute Abend haben zwei Tierrechtsaktivisten im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien die abschließende Modeschau des Austrian Creative Fur Award gestört. Bei der Prämierung des Gewinnermodells gelang es zwei Aktivisten der Basisgruppe Tierrechte auf die Bühne zu laufen und für kurze Zeit ein Transparent mit dem Spruch „Pelz ist Mord“ auszubreiten. Die beiden wurden innerhalb kürzester Zeit von acht Sicherheitskräften überwältigt und der Polizei übergeben. Währenddessen demonstrierten vor dem Eingang zur Modeschau zwanzig TierrechtlerInnen lautstark.



Pressemitteilung: Bundesweiter Start der Anti-Pelz Kampagne gegen Kleider Bauer


Offensive gegen die Pelzindustrie ruft zu Protesten und Boykott auf

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Offensive gegen die Pelzindustrie,

Wien, den 25.10.2006

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Die Offensive gegen die Pelzindustrie startet mit heutigem Datum eine Kampagne gegen den Pelzverkauf bei der österreichischen Bekleidungskette Kleider Bauer mit Firmensitz in Perchtoldsdorf nahe Wien.



Antipelz-Kampagne gegen “Kleider Bauer”in Österreich gestartet


:: 25.10.2006 ::

Schluss mit dem Pelzhandel bei Kleider Bauer!

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Am 25.10.2006 startet die Offensive gegen die Pelzindustrie eine neue österreichweite Kampagne gegen das Bekleidungsunternehmen Kleider Bauer. Kleider Bauer gilt als das größte österreichische Modeunternehmen, betreibt 32 zum Teil mehrstöckige Filialen in ganz Österreich und beschäftigt rund 1000 MitarbeiterInnen. Das Unternehmen führt seit mehreren Jahren Pelz im Sortiment, in Form von Krägen und Accessoires. Aktuell bietet Kleider Bauer eine ganze Auswahl an Kleidungstücken mit Pelz an. Darunter ist z.B. ein Poncho, der zur Gänze aus Kaninchenpelz besteht und mehrere Jacken und Mäntel mit Krägen und Verbrämungen aus echtem Pelz. Im Sortiment befindet sich Pelz von Füchsen, Waschbären, Nerzen und Kaninchen. Selbst auf ihrer Website scheut sich Kleider Bauer nicht, Pelzwaren zu bewerben.

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Auf wiederholte schriftliche Anfragen der Offensive gegen die Pelzindustrie hat die Geschäftsführung nicht reagiert. Auch war es VertreterInnen der Offensive, obwohl sie darum gebeten hatten, nie möglich mit relevanten EntscheidungsträgerInnen von Kleider Bauer zu sprechen. Telefonische Anfragen wurden stets abgelehnt, obwohl die jeweiligen Personen offensichtlich vor Ort waren. All dies zeigt, dass die Geschäftsführung von Kleider Bauer kein Interesse daran hat, das Thema Pelz, und damit das Schicksal von unzähligen Tieren, zu diskutieren oder nur zu überdenken.Aus diesem Grund wurde Kleider Bauer als nächstes Ziel der Offensive gegen die Pelzindustrie in Österreich ausgewählt. Mit vielfältigen Protesten werden wir auch Kleider Bauer dazu bewegen, den Pelzhandel zu beenden.

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Unterstützt unsere Kampagne und beteiligt euch an Aufrufen zu Protesten. Gemeinsam werden wir es schaffen, dass auch Kleider Bauer pelzfrei wird!

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Weitere Informationen:

Auf der Sonderseite der Offensive



Fürnkranz steigt aus dem Pelzhandel aus!


:: 20.10.2006 ::

Österreichisches Unternehmen beendet Pelzhandel nach Ankündigung von Protesten


Die Wiener Modekette FÜRNKRANZ hat, nach Androhung einer Anti-Pelz-Kampagne, beschlossen sich in Zukunft aus dem Pelzhandel zurückzuziehen. In einer Mail an Wiener TierrechtlerInnen schreibt der Geschäftsführer, Karl Bauer: “…Für die laufende Herbst-Winter Saison sind von uns in geringen Mengen Pelzteile, vor allem aber Warenteile mit verbrämten Pelzen, geordert worden! Diese müssen wir, wie sie sicher verstehen werden, auch verkaufen! Wir werden diese aber nur im Geschäftsinneren zeigen, nicht in den Auslagen! Wir haben aber intern besprochen ab der nächsten Saison keine Echtpelze. -Teile,-Stücke,- usw usw usw… zu ordern!”


Damit hat ein weiteres Bekleidungsunternehmen begriffen, dass es keinen Sinn macht, darauf zu hoffen nicht Ziel von Protesten zu werden. Jedes Unternehmen ist früher oder später an der Reihe und wird, das hat die Vergangenheit gezeigt, auch wenn es einiges an Energien von TierrechtlerInnen bedarf, den Pelzhandel beenden. Fürnkranz betreibt in Wien vier Filialen mit Damenbekleidung der gehobenen Preisklasse.