Die Zeiten der großen Pelzmessen in Frankfurt sind vorbei. Die “Fur and Fashion”, einst Aushängeschild der deutschen Pelzindustrie, musste nach jahrelang sinkenden Austellerzahlen und immer stärkeren Protesten im vergangenen Jahr ihren Betrieb einstellen. Die weitaus weniger bedeutende Nachfolgeveranstaltung “Fur and Fashion Market Days” und pelzverkaufende Modehäuser bieten aber weiterhin Anlass zum Protest.
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Aus diesem Grund organisiert die Tierrechtsinitiative Rhein-Main (TiRM) und weitere Gruppen eine Großdemonstration durch die Frankfurter Innenstadt, denn, wie die Organisator_innen in einem Aufruf schreiben, “so lange Frankfurt die Hochburg der Kürschnerbetriebe in Deutschland bleibt und so lange wie in Frankfurt noch Pelz in Geschäften angeboten wird, so lange werden wir auch dagegen protestieren.” Begleitet wird die Demonstration, die um 13 Uhr an der Hauptwache beginnt, von Musik, Redebeiträgen und verschiedenen Aktionen. Für den Abend ist zudem ein “Anti-Pelz-Fest” angekündigt.
Am kommenden Samstag, dem 16.01. organisieren die Tierrechtsinitiative Rhein-Main (TIRM) und die Tierrechtsgruppe Gießen eine Demonstration unter dem Motto “Wiesbaden – pelzfrei!”. Auftakt ist 11 Uhr am Hauptbahnhof in Wiesbaden, ein lautstarker Demozug wird sich am 13 Uhr in Bewegung setzen. In einem Aufruf auf der Mobilisierungsseite www.wpf.tirm.de heißt es:
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“Wiesbaden, die hessische Landeshauptstadt und Standort mehrerer Nobelbekleidungsläden, die teilweise recht viel Echtpelzprodukte im Angebot führen, ist viel zu selten der Schauplatz von Tierrechtsprotesten. Pelztierfarmen gibt es in Hessen keine mehr, doch die pelzverarbeitende und -verkaufende Industrie ist hier um so mehr vertreten – ebenso die Fur&Fashion Frankfurt GmbH und das Deutsche Pelzinstitut. Lasst uns in Wiesbaden ein klares Zeichen gegen Pelz und alle weiteren Tierausbeutungsprodukte setzen! Die Demoroute wird an einer ESCADA- und einer ZARA-Filiale vorbeiziehen.”
Mehr als 700 Teilnehmer_innen auf überregionaler Demo gegen Pelzmesse. Ein Aktionsbericht:
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Aus dem gesamten Bundesgebiet reisten TierrechtlerInnen in die Main-Metropole, um die Propaganda der zum 60. Mal auf dem hiesigen Messegelände stattfindenden Pelzmesse zu entlarven. „Tiere haben Rechte, Pelz ist Mord“ war eine von vielen Parolen, die während der lautstarken Demo durch die Innenstadt skandiert wurden.
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Der Brockhausbrunnen auf der Zeil war bald von antispeziesistischen AktivistInnen sowie anderen PelzgegnerInnen umringt. Infostände verschiedener Tierrechtsgruppen halfen, die Wartezeit (der Demobeginn verzögerte sich wegen technischer Probleme) zu überbrücken. Vegane Snacks ergänzten die von der Tierrechtsinitiative Rhein-Main angemeldete Aktion kulinarisch und konnten auch PassantInnen davon überzeugen, dass z.B. vegane Nougatringe nicht nur auf tierische und menschliche Ausbeutung verzichten, sondern auch einfach leckerer sind als das, was man auf der Frankfurter Konsummeile normalerweise findet. .
Besonders die Rede eines Genossen, der zusammen mit der Fahrradkarawane den weiten Weg aus Salzburg (!) angetreten war, stellte dann einen motivierenden Startschuss für die Demo dar. Unermüdlich wurden Flugblätter verteilt und an verschiedenen Stellen wurden Kundgebungen abgehalten, um die PassantInnen über die Forderungen der Demo aufzuklären: „Der Pelzhandel gehört abgeschafft!“ …
Demonstration gegen die Messe Fur&Fashion am 13.03.04 in Frankfurt/Main
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Offensive gegen die Pelzindustrie,
Hamburg, den 11.03.2004
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Seit Jahren versucht das Deutsche Pelzinstitut und der Deutsche Pelzverband der Öffentlichkeit die „Erfolgsstory Pelz“ zu verkaufen. Das Comeback des Pelzes sei da. Es heißt, Pelz sei in den vergangenen Jahren zu selbstverständlichen Materialien für die Mode geworden, noch nie sei die Sehnsucht so groß gewesen, sich durch „das edle Material“ auszudrücken. Das in Frankfurt ansässige Deutsche Pelzinstitut teilte 2002 mit, Pelz-Accessoires seien angeblich ein “must- have”, die Alltagstauglichkeit stünde im Vordergrund. …