February 21st, 2010
Kette der Undercover-Recherchen bricht nicht ab!
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In den letzten drei Jahren wurden weltweit umfassende und detaillierte Recherchen über Pelzfarmen veröffentlicht und somit das Photo-, und Videomaterial sowie der Informationsstand über die Pelzindustrie aktualisiert. Nachdem in Deutschland, Irland, Spanien, Norwegen, Dänemark und den USA AktivistInnen insgesamt mehrere hundert Pelzfarmen besuchten und die Zustände auf diesen dokumentierten, wurde nun auch in Finnland aktuelles Material aus 30 Pelzfarmen veröffentlicht. Unter den besuchten Farmen befindet sich auch eine Farm des Vorsitzenden der Finish Fur Breeder’s Association, der Vereinigung Finnischer Pelztierzüchter” (Video).
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Die Bilder gleichen sich überall auf der Welt: Nerze, Füchse, Waschbären und andere sog. Pelztiere, die in Drahtgitterkäfigen gefangen gehalten werden. Verletzte und verstümmelte Tiere, deren stereotype Verhaltensweisen Ausdruck der täglichen Tristesse und Ausbeutung sind.
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Es ist den Aktivist_innen gelungen, ihre Rechercheergebnisse in diversen Nachrichtensendungen zu veröffentlichen und somit große Medienresonanz zu erzeugen. Ein von ihnen gefordertes Verbot von Pelzfarmen wird nun im finnischen Parlament diskutiert und bereits jetzt von der grünen sowie der linken Partei Finnlands befürwortet.
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Weitere Informationen:
Kampagnenseiten: Turkistahaus Kiellettävattp, Animal Defense League
Videos: Videostream von Oikeutta Eläimille
Pelzfarm-Recherchen: Deutschland | Irland | Spanien | Norwegen | Dänemark | USA
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November 1st, 2009
Nachdem Mitte Oktober zwei Pelzfarmen Ziel von Nerz-Freilassungen wurden und bereits einige heimlich aufgenommene Fotos aus dänischen Pelzfarmen an die Presse gelangten, folgt nun der nächste Schlag gegen die dänische Pelzindustrie:
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Am 27.10.2009 wurde eine großangelegte, neue Pelzfarmrecherche aus Dänemark veröffentlicht (YouTube / Flickr). Die aus Nerz- und Fuchsfarmen stammenden Aufnahmen wurden im dänischen Fernsehen gezeigt, obwohl die Pelzlobby versucht hat, auf gerichtlichem Wege die Ausstrahlung zu verhindern – zum Glück erfolglos. Der Film, gegen den die PelzfarmerInnen u.a. mit einer ganzseitigen Anti-Tierrechtsanzeige in einer Zeitung vorgingen, schlägt nun medial große Wellen. U.a. setzt sich das Mitglied des Europaparlaments Dan Jorgensen auf Grund des brisanten Materials für ein europaweites Produktionsverbot von Pelz ein. Ebenso wollen die beiden sozialistischen Parteien Dänemarks, die zusammen gut 20% der WählerInnenstimmen erhielten, ein Pelzfarmverbot durchsetzen. …
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August 23rd, 2009
“Nerzfarm” in Melle (Niedersachsen) schließt nach Aktion der Animal Liberation Front.
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2006 und 2007 führte ein Rechercheteam der tierfreunde e.V. eine umfangreiche Untersuchung zu den letzten noch bestehenden sog. Pelzfarmen in Deutschland durch. Recherchen haben nun ergeben, dass seit 2007 mindestens drei weitere Pelzfarmen geschlossen wurden. Hierzu zählt der vergleichsweise kleine Zuchtbetrieb Klagges in 25704 Bargenstedt und die ehemals mit Hochspannungszäunen abgesicherte Pelzfarm Trittau von Hans-Günther Glasa. Hier wurden bis vor kurzem jährlich 8.000 Nerze gefangengehalten und getötet.
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Eine Aktion der Animal Liberation Front besiegelte offenbar das Ende der “Pelzfarm” Melle in Niedersachsen. Die Amtsveterinärin des Landkreises Osnabrück bestätigte, dass die Anlage nach der Zerstörung von 700 Käfigen am 31.01.2007 nicht wieder aufgebaut wurde (Weitere Infos und Bilder: hier). Alfons Grosser, ehemaliger Betreiber der “Pelzfarm” auf der pro Jahr 18.000 Tiere getötet wurden, führt aber weiterhin Zuchtbetriebe in 06774 Söllichau, 14947 Frankenförde, 33739 Bielefeld und 39291 Grabow/Burg und wurde wiederholt Ziel von ALF-Aktivist_innen. Zuletzt wurden Ende 2007 ca. 10.000 in Grabow freigelassen und im März 2008 wurden abermals mehrere Hundert Nerze in Söllichau befreit.
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Weitere Informationen:
“Pelzfarmen” in der BRD: hier
Pelzfarmrecherche von die-tierfreunde e.V.: hier
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January 30th, 2008
In den letzten Jahren ist eine deutliche Zunahme von Kaninchenpelzen innerhalb der pelzverarbeitenden Modebranche zu beobachten. Immer mehr DesignerInnen nutzen das billigere “Produkt” Kaninchenpelz, auch um damit das tierverachtende Image, das die Pelzindustrie in Zusammenhang mit Fuchs- und Nerzfarmen während der letzten Jahrzehnte bekommen hat, abzustreifen.
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Aus diesem Grund hat die englische Coalition to Abolish the Fur Trade (www.caft.org.uk) während der vergangenen Monate in einigen Ländern Europas Undercover-Recherchen zum Handel mit Kaninchenpelzen durchgeführt. Die AktivistInnen haben nicht nur Zuchten für Kaninchen, sondern auch Schlachthäuser, Fellverarbeitungs-betriebe und GroßhändlerInnen besucht und es damit geschafft einmal mehr das wahre Wesen der Pelzindustrie zu zeigen: Tierverachtung, unabhängig davon, welche Tierart zu Pelz verarbeitet wurde.
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Weitere Informationen:
Die gesamten Recherche-Ergebnisse, inklusive Bilder, sind in englischer und französischer Sprache unter www.rabbitfur.org zu sehen. Übersetzungen auf deutsch, spanisch und portugiesisch sollen bald folgen.
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January 8th, 2007
:: 08.01.2007 ::
Tierrechtsgruppe “Die Tierfreunde e.V.” veröffentlichen dokumentietes Material:
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Das ARD-Politmagazin “Report Mainz” strahlte am 8. Januar 2007 eine Reportage über Pelzfarmen in Deutschland aus. Das Filmmaterial, welches der Tierrechtsgruppe “Die Tierfreunde” anonym zugespielt wurde, dokumentiert den Alltag auf 10 deutschen Farmen, darunter Bilder von apathischen Nerzen, Marderhunden, die in Drahtgitterkäfige gesperrt auf ihren Tod warten, und toten Tieren, die neben ihren noch lebenden Artgenossen auf dem Gitterboden verwesen. Bezeichnenderweise versucht Susanne Kolb-Wachtel, Sprecherin der Pelz-Lobby-Organisation “Deutsches Pelzinstitut”, die Ausbeutung und den Mord an den Nerzen, Füchsen und Marderhunden herunterzuspielen. Dem überwältigenden und aussagekräftigen Video- und Bildmaterial zum Trotz behauptet sie, es würde den Tieren auf den Farmen “gut gehen”; mithin, es handle sich nicht um deutsche Farmen, obwohl laut Report Mainz jede Farm klar anhand der Videoaufnahmen identifizierbar ist. Diese Videoaufnahmen sind ein weiterer eindrucksvoller Anlass dafür, für die Befreiung der Tiere aufzustehen und der Pelzindustrie keine ruhige Minute zu lassen, bis jeder Käfig leer steht, bis kein Tier mehr sterben muss.
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Weitere Informationen:
Die Tierfreunde e.V.
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