OGPI INFO

Zahlreiche Protestaktionen zum Aktionswochenende gegen Pelzhandel bei ESCADA


Die Offensive gegen die Pelzindustrie hat zum Aktionswochenende gegen den Pelzverkauf bei Escada aufgerufen. Zahlreiche Gruppen haben Protestaktionen angekündigt, hier eine Übersicht:

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Freitag, 16. Februar:

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Samstag, 17. Februar:

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Und weiterhin gilt:
Wer keine Filiale vor Ort hat und nicht zu den bereits angekündigten Kundgebungen fahren kann, kann sich per Telefon oder online bei ESCADA beschweren.



Ergebnisse des aktuellen Pelzchecks


Die Offensive gegen die Pelzindustrie (OGPI) ruft im Herbst zum Pelzcheck auf. Damit soll überprüft werden, ob pelzfreie Unternehmen nicht (wieder) einsteigen, zudem liefert der Pelzcheck einen Überblick, welche Unternehmen Echtpelz im Sortiment führen. Im folgenden Text lest ihr eine Zusammenfassung der Ergebnisse. U.a. mit Infos zu Escada, welche Unternehmen weiterhin pelzfrei sind und – da es öfters Nachfragen zum Thema gibt – eine Mitteilung zur Verwendung von Lammfellen.

 

Weiterlesen: Ergebnisse des Pelzchecks im Überblick



Gemeinsam gegen den Wiedereinstieg: Aktionswochenende gegen ESCADAs Pelzverkauf vom 16.-18. Februar


Das Luxusmodeunternehmen Escada war von 2007 bis 2010 mit einer vehementen Anti-Pelz-Kampagne konfrontiert und beendete daraufhin den Pelzhandel. 2017 wurden dann beim regelmäßigen Pelzcheck erstrmals wieder Echtpelzprodukte bei Escada gefunden, unter anderem Krägen aus Fuchsfell und Marderhundfell. Im Dezember rief die Offensive gegen die Pelzindustrie deshalb bereits zu einem ersten Aktionsmonat auf und viele Aktivist*innen folgten dem prompt. Allein in Berlin fanden seit Bekanntwerden des Bruchs der Selbstverpflichtungserklärung sieben Aktionen vor Escada-Filialen statt, in Hamburg vier, in Münster und München und Wien jeweils zwei. Auch auf Facebook wurde der erneute Pelzverkauf thematisiert und kritisiert und Escada erhielt zahlreiche Mails und Anrufe von empörten und verärgerten Aktivist*innen und potentiellen Kund*innen. Wir sagen: da geht noch mehr!

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Das Unternehmen hat sich trotz mehrmaliger schriftlicher Nachfrage und auch telefonischen Kontaktversuchen bisher konsequent geweigert, zu den Pelzfunden des letzten Winters Stellung zu nehmen. Das Unternehmen scheint die Reaktionen und Proteste ignorieren zu wollen. Für uns heißt das, dass wir noch deutlicher werden müssen.

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Deshalb rufen wir zu einem Aktionswochenende gegen den Pelzverkauf bei Escada auf, und zwar vom 16. bis 18. Februar.

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Wir bitten euch: Organisiert Aktionen vor den Filialen! Wenn ihr keine in der Nähe habt, überlegt euch andere Aktionen, z.B. öffentlichkeitswirksame kreative Aktion, Telefonanrufe und E-Mails, Kommentare auf facebook oder andere Wege, das Unternehemn zu adressieren. Lasst Escada wissen, dass sie die Rechnung ohne uns gemacht haben!

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Diesmal wird auch international mobilisiert, denn Escada ist mit seiner Infrastruktur auf der ganzen Welt vertreten. Und auch wenn sich die Sortimente in den verschiedenen Ländern scheinbar leicht unterscheiden, fordern wir überall das Gleiche: unverzügliche Pelzfreiheit, vollumfänglich, unbefristet, basta!

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Filialen

  • Deutschland: Baden-Baden, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt a.M., Hamburg, Ingolstadt, Kassel, Metzingen, München, Münster, Neumünster, Stuttgart, Wertheim, Zweibrücken.
  • Österreich & Schweiz: Parndorf, Salzburg-Wals, Wien, Genf, Mendrisio, St. Moritz, Zürich.

Telefon / E-Mail / Facebook

Material:

Bitte informiert uns, wenn ihr Proteste plant und schickt uns im Anschluss gerne Berichte und Fotos zu (info [at] offensive-gegen-die-pelzindustrie.net).

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Wir machen Escada wieder pelzfrei!

Offensive gegen die Pelzindustrie

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Wiedereinstieg? Nicht mit uns! – Proteste gegen Pelzhandel bei Escada haben begonnen.


Durch den Pelzcheck 2017 wurde deutlich, dass das Modeluxusunternehmen ESCADA wieder begonnen hat, Waren mit Echtpelzbesatz zu verkaufen. Von 2007 bis 2010 kam es bereits im Rahmen der internationalen Escada-Campaign zu zahlreichen Protesten gegen den Pelzverkauf des Unternehmens. Escada erklärte daraufhin 2010, dass das Unternehmen ab Januar 2011 “komplett auf Pelze, also auch auf Kaninchen und Karakul” verzichten wird und dass diese Entscheidung unbefristet sei. Diese Pelzverzichtserklärung haben sie nun gebrochen.

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Bruch der Pelzverzichtserklärung

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Die ersten Hinweise waren klein. Zuerst wurde online ein Mantel mit Fuchsfellbesatz gefunden. Nach und nach tauchten weitere Artikel auf, so etwa zwei verschiedene Mäntel aus Lammfell mit Fuchskragen, beide deklariert mit “Lamb/Fox”, “Spezies: Ovis Aries/Alopex Lagopus” und “Ovis Aries/Vulpes Vulpes” – also Lamm/Polarfuchs und Lamm/Fuchs. Auch weitere Waren, die zeigen, dass auch Nerzfelle und Felle von Marderhunden verarbeitet werden, fanden sich sowohl online als auch in einzelnen kontrollierten Filialen im Sortiment. ESCADA ist somit eindeutig wieder in den Pelzhandel eingestiegen.

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Kundgebungen vor den Filialen November und Dezember 2017

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In Berlin wurden sofort nach der Bekanntgabe der aktuellen Rückschritte in ihrer Pelzpolitik Proteste vor der dortigen Filiale durchgeführt. Das Bündnis (((k))) Berlin pelzfrei (((k))) meldete im November 2017 spontan zusätzliche Kundgebungen an, da sie bereits regelmäßig vor den Galeries Lafayette demonstrierten und Escada auf der gegenüberliegenden Straßenseite seine blutige Ware verkauft. Am 9. Dezember 2017 fand dann die bereits sechste Kundgebung vor der Escada-Filiale statt und es war auf keinen Fall die letzte. Recht schnell entfernte Escada in Berlin die bis dahin deutlich zu sehenden Echtpelzprodukte aus dem Schaufenster.

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Auch in Hamburg fanden mehrere Kundgebungen statt. Die Tierrechtsinitiative Hamburg demonstrierte am 9. und 23. Dezember 2017 vor der Escada-Filiale und schließt sich hiermit “den bundesweiten Protesten gegen den Wiedereinstieg Esdacas ins Pelzgeschäft an.” Die Gruppe Tierbefreiung Hamburg rief für den 16. Dezember 2017 zu Protesten auf und beendete das Jahr am 30. Dezember 2017 mit einer weiteren Kundgebung, denn “die Offensive gegen die Pelzindustrie hat zu Protesten aufgerufen und wir werden uns es nicht nehmen lassen, lautstark gegen das Unternehmen zu demonstrieren!”

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In München fanden bereits am 11. November 2017 die ersten Proteste statt. Auch am 16. Dezember 2017 protestierten vier Aktivist_innen vor der Filiale in der Maximilianstraße. “Mit Transparent, einem gehäuteten Nerz, Flyern und Sprechchören wurden Passant*innen für zwei Stunden über die blutige Geschäftspolitik der Unternehmensgruppe informiert.” Der Tierrechtstreff Münster demonstrierte ebenfalls am 16. Dezember und ein weiteres Mal am 30. Dezember 2017, die Gruppe schreib dazu: “Wir lassen nicht locker, schicken wir ESCADA mit der unmissverständlichen Botschaft ins neue Jahr: Wiedereinstieg nicht mit uns!” Und in Wien fanden direkt vor Weihnachten Aktionstage statt. Von den drei geplanten Aktionstagen konnten letztendlich nur zwei am 21. und 23. Dezember 2017 stattfinden, aber somit hat auch die Filiale in Wien durch rund ein Dutzend Aktivist_innen mitbekommen, dass die Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung einen Wiedereinstieg nicht protestlos hinnehmen wird.

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Online-Proteste

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Da nicht alle Aktivist_innen eine Escada-Filiale vor der Tür haben, entschieden sich viele, dem Unternehmen online mitzuteilen, was sie von der neuen Pelzpolitik halten. Escadas Bewertung bei Facebook sank rapide und viele englische Kommentare zeigen, dass die Kritik auch außerhalb des deutschsprachigen Raumes laut wird. “i‘m beyond shocked and disappointed that you’re still selling real fur. how can you be that heartless nowadays???” oder “Liar, Liar, Pants on Fire. ESCADA promised in 2010 to not selling fur anymore. They broke their word, but so didn’t we. We won’t stop demonstrating in front of your doors till you stop raising profit at the expense of the animals. Promise” sind nur zwei Beispiele für empörte Kommentare auf Facebook. Auch Emails wurden an die Verantwortlichen geschickt und eine Mail-Adresse von ESscada wurde aufgrund der zahlreichen Protestmails bereits aufgegeben und kann nicht mehr erreicht werden.

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Und weiter gehts!

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ESCADA muss noch stärker spüren, dass der Wiedereinstieg nicht einfach hingenommen werden wird! Jederzeit besteht die Möglichhkeit sich über soziale Netzwerke beim Unternehmen zu beschweren, ihr könnt E-Mails schreiben und Proteste vor den Filialen organisieren.

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Bis jeder Käfig leer steht!

Offensive gegen die Pelzindustrie

 



Wiedereinstieg? Nicht mit uns! Winteraktionstage gegen ESCADA!


escada-campaign-2007Weihnachten steht vor der Tür und somit die umsatzstärkste Zeit für den Einzelhandel. Aus diesem Grund ruft die Offensive gegen die Pelzindustrie (OGPI) traditionell zu Winteraktionstagen auf, in denen Unternehmen und kaufwütigen Kund_innen verdeutlicht werden kann, dass Waren mit Echtpelzbesatz nicht unter dem Weihnachtsbaum landen sollten.

Dieses Jahr liegt der Fokus der Proteste auf dem Luxusmodekonzern ESCADA. Von 2007 bis 2010 kam es bereits im Rahmen der internationalen Escada-Campaign zu zahlreichen Protesten gegen den Pelzverkauf des Unternehmens. ESCADA erklärte daraufhin 2010, dass das Unternehmen ab Januar 2011 “komplett auf Pelze, also auch auf Kaninchen und Karakul” verzichten wird und dass diese Entscheidung unbefristet sei. Diese Pelzverzichtserklärung haben sie nun gebrochen. Der Pelzcheck 2017 hat gezeigt, dass der Luxusmodekonzern ESCADA wieder in den blutigen Pelzhandel eingestiegen ist.

Es ist wichtig, dass wir diesem Versuch, wieder in den Pelzhandel einzusteigen, mit vehementem und umfassendem Protest begegnen. Keine Chance für den Pelzhandel – Schluss mit Tierausbeutung!

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Aktionswochen im Dezember 2017

Dass wir die Entschlossenheit haben, auch namhafte Konzerne zum Ausstieg aus dem Pelzhandel zu bewegen, haben wir schon mehrfach bewiesen und wir werden es – wenn nötig – wieder beweisen. Aus diesem Grund ruft die OGPI dazu auf, im gesamten Monat Dezember vor ESCADA Filialen zu protestieren und sich auf sozialen Netzwerken oder telefonisch direkt beim Unternehmen zu beschweren. Insbesondere in den umsatzstärksten Tagen vor Weihnachten sind Proteste vor den Filialen von Unternehmen wie ESCADA besonders erfolgreich. Seid kreativ!

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Filialen

  • Deutschland: Baden-Baden, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt a.M., Hamburg, Ingolstadt, Kassel, Metzingen, München, Münster, Neumünster, Stuttgart, Wertheim, Zweibrücken.
  • Österreich & Schweiz: Parndorf, Salzburg-Wals, Wien, Genf, Mendrisio, St. Moritz, Zürich.

Telefon / E-Mail / Facebook

Material:

 

Bitte informiert uns, wenn ihr Proteste plant und schickt uns im Anschluss gerne Berichte und Fotos zu.

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Bis jeder Käfig leer steht!

Offensive gegen die Pelzindustrie



Gut so: Pelzladen Michelen in Braunschweig macht dicht!


Michelen-Pelzladenschluss-II-bearbeitet-768x1024In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Proteste gegen den Braunschweiger Pelz- und Lederladen Michelen. Tierbefreiungsaktivist_innen und Pelzgegner_innen protestierten gegen die Ausbeutung von Tieren mit zahlreichene Kundgebungen, Demos und Go-Ins.

Nachdem mehrfach die Scheiben des Ladens eingeworfen wurden, wurden Aktivist_innen in Braunschweig mit Repressallien überzogen. Nun schließt das Geschäft. Wir dokumentieren eine Mitteilung der Kampagne gegen Tierfabriken aus Niedersachsen:

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“Braunschweiger Pelz- und Lederladen Michelen macht dicht!

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Nach all den Berichten über die Repression gegen unsere beiden Genossen Andre und Philipp im Rahmen der Proteste gegen das Pelz- und Ledergeschäft Michelen in Braunschweig (Polizeigewalt, langwierige Gerichtsprozesse, Bewährungsstrafen und die aktuell andauernde bundesweite Fahndung im DNA-Verfahren) wird es auch mal wieder Zeit erfreuliche Meldungen in diesem Zusammenhang bringen zu können: Michelen gibt auf und schließt seinen Laden in der Braunschweiger Innenstadt!

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Nach einigen Protest-Kundgebungen, einem Go-In und drei Beschädigungen der Schaufenster des Ladens prangern nun hinter eben diesen Scheiben große Schilder mit der Aufschrift: „Total Ausverkauf wegen Geschäftsaufgabe“ und „Wir schliessen. Alles muss raus“!

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Gut so!

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Wer von Ausbeutung profitiert, dem sei die Pleite garantiert!
Für die Befreiung von Mensch,Tier und Natur!”



Berlin? Pelzfrei! Ein Bündnis stellt sich vor


Im Rahmlafayettesen des Pelzchecks der Offensive gegen die Pelzindustrie (OGPI), wurde in Berlin neben den bereits pelzfrei gemachten Unternehmen, auch immer das “Galeries LaFayette” überprüft. Das Modehaus betreibt seine Filialen fast ausschließlich in Frankreich, Berlin ist eine der wenigen Ausnahmen und im deutschsprachigen Raum die einzige Filiale.

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So wurden dort zwar schon länger Kleidungsstücke mit Pelzbesatz angeboten, jedoch stieg die Anzahl der mit Pelz besetzten Waren sehr stark an. Speziell das Angebot an Winterjacken mit Pelzbesatz nahm zu, während sich die Situation in der Wintersaison 2016/17 nun noch verschärfte, als erstmalig Ganzpelzmäntel angeboten wurden.

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Da wir das Kampagnenmodel der Offensive gegen die Pelzindustrie (OGPI) für sehr effektiv halten und bereits daran mitgewirkt haben, wurde deutlich, dass zusammenhanglose Anti-Pelzproteste in willkürlich ausgewählten Einkaufsstraßen nicht zielführend sind. Wir wollten unseren Protest und die Forderung nach Abschaffung des Pelzhandels mit einem konkreten Adressaten verbinden.

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Deshalb fanden sich im Februar 2017 TierbefreiungsaktivistInnen zusammen, um als Bündnis Berlin Pelzfrei eine (lokale) Kampagne gegen den Pelzhandel im Modehaus Galeries Lafayette zu starten. Das Bündnis besteht u.a. aus der Berliner Ortsgruppe von Animal Rights Watch (ARIWA) und der Berliner Tierbefreiungsaktion (BerTA) sowie einzelnen AktivistInnen. In unregelmäßigen Abständen protestierten wir bereits 18 Mal vor dem Haupteingang des Unternehmens.

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Die Escada-Filiale in unmittelbarer Nähe war Ziel von ähnlich ausgerichteten Protesten in den Jahren 2007-2010. Während in dieser Zeit die Reaktionen und das Verständnis der PassantInnen eher ablehnend waren, erhalten wir in jüngster Vergangenheit selbst von der Kundschaft des Galeries Lafayette positiven Zuspruch. Dies allerding deckt sich nicht mit der Aussage eines Lafayette-Angestellten, nach der angeblich immer mehr Menschen Pelzwaren kaufen möchten. Neben dem Sicherheitspersonal, welches immer wieder “diskret” von Fotos von uns schießt, häufen sich Anfragen von Leuten nach einem Foto von uns für verschiedenste Social-Media-Kanäle.

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Dies zeigt uns deutlich, dass die Thematik in immer größeres, öffentliches Interesse rückt und die Ablehnung gegenüber pelzbesetzten Waren nicht mehr verdrängt werden kann.

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Weitere Infos:

Homepage: www.berlinpelzfrei.wordpress.com

E-Mail: buendnisberlin (at) riseup.net



Aufruf zum Pelzcheck 2017


Pelze raus aus den Regalen? – Aufruf zum Pelzcheck im Herbst 2017

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Wie jedes Jahr sind wir auch dieses Jahr wieder auf eure Mithilfe beim Pelzcheck angewiesen. Die Pelzchecks, zu denen die Offensive gegen die Pelzindustrie (OGPI) alljährlich im Herbst aufruft, haben eine besondere Wichtigkeit: nur so können Wiedereinstiegsversuche einzelner Unternehmen in den Pelzhandel frühzeitig entdeckt und unterbunden werden. Im Rahmen dieser Pelzchecks geht es darum, das Sortiment möglichst vieler Unternehmen, die sich in der Vergangenheit zum Ausstieg aus dem Pelzhandel verpflichtet haben, systematisch zu kontrollieren.

Dabei sollen im Fokus des diesjährigen Pelzchecks die drei Unternehmen Karstadt, AppelrathCüpper und ESCADA stehen. Denn sowohl bei Karstadt als auch bei AppelrathCüpper wurden in den letzten Jahren wiederholt Verstöße gegen die Selbstverpflichtung beobachtet und ESCADA hat der OGPI gegenüber eine “Überarbeitung der Grundsätze bezüglich der Nutzung von Tierfellen und -pelzen” angekündigt. Schaut also ab Anfang September, d.h. sobald die Herbst- und Winterkollektionen in den Geschäften hängen, in die einzelnen Filialen und kontrolliert, ob sie pelzfrei sind. Eine weitere Möglichkeit sich zu beteiligen, ist das Onlinesortiment pelzfreier Unternehmen nach Produkten mit Echtpelz zu durchforsten. Achtet dabei ebenfalls auf verarbeitete Formen von Pelz z.B in Form von Applikationen an Krägen oder Kapuzen.



Bericht: 100 Menschen bei Protest gegen letzte Pelzfarm in NRW


170611-1938-6e80030688bff392Am 10. Juni demonstrieren im nordhein-westfälischen Rahden mehr als 100 Menschen gegen die Nerzfarm im Stadtteil Varl. Auf der von Nikita Bosch betriebenen Anlage werden 5.000 Nerze gehalten. Die „Farm“ zählt zu einer der Letzten in Deutschland.

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Der Runde Tisch Tierschutz/Tierrechte im Altkreis Lübbecke zu einer Demonstration auf und fordert die sofortige Schließung der Farm. Der Betreiber klagt gegenwärtig gegen die Umsetzung der bereits 2006 beschlossenen schärferen Haltungsverordnungen für sog. Pelztiere, die wesentlich größere Käfige vorsehen und das Geschäft unrentabel machen würden. Entsprechend zielte die Demo auch darauf Öffentlichkeit zu schaffen, um das Landgericht Münster zu einer Entscheidung in dem Fall zu bewegen.

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Zahlreiche lokale und überregionale Medien berichteten über den Protestzug, der lautstark und unter Slogans wie „Rahden aufgewacht, Schluss mit dem Mord in eurer Nachbarschaft“ oder  „Pelz ist Folter, Pelz ist Mord – Schließt die Nerzfarm jetzt sofort“ durch Innenstadt bis vor die Anlage führte. Auf der Abschlusskundgebung berichtete ein Vertreter der Offensive gegen die Pelzindustrie über die erfolgreichen Proteste der vergangenen 20 Jahre und rief dazu auf, sich die Ausbeutung von Tieren durch die Pelzindustrie zu engagieren.

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Presseberichte:
Westfalenblatt | Neue Osnabrücker Zeitung | Neue Westfälische



Schließt Nordrhein-Westfalens letzte Pelzfarm – Aufruf zur Demo am 10.Juni


AufkleberWenn im Laufe des Jahres wie angekündigt drei der letzten Pelzfarmen Deutschlands schließen, verbleiben noch zwei “Farmen” in Rochlitz/Sachsen und in Rahden/Westfalen auf denen Tiere für die Pelzindustrie gefangen gehalten und getötet werden.

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Gegen die Pelzfarm Rahden-Varl in Nordrhein-Westfalen formiert sich nun Widerstand. Die Initiative „Runder Tisch – Tierschutz/Tierrecht im Altkreis Lübbecke“, die sich lokal gegen Tierzirkusse und den Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück engagiert, ruft am 10. Juni zu einer Großdemonstration gegen die von Nikita Bosch betriebene Pelzfarm auf.