OGPI INFO

Sind Pelze raus aus den Regalen? Auswertung vom OGPI Pelzcheck 2019/2020


Es geht beim Pelzcheck um zwei Dinge: Zum einen soll das Sortiment möglichst vieler Unternehmen, die sich in der Vergangenheit zum Ausstieg aus dem Pelzhandel verpflichtet haben, systematisch kontrolliert werden. Zum anderen wollen wir uns einen Überblick darüber verschaffen, welche der Unternehmen ohne explizite Pelzausstiegserklärung noch Echtpelze im Sortiment haben. Der Fokus lag beim diesjährigen Pelzcheck auf AppelrathCüpper, Karstadt und Escada.

 

AppelrathCüpper und Karstadt

Das Modeunternehmen AppelrathCüpper gab 2006 seinen Ausstieg aus dem Pelzhandel bekannt. Seitdem wurden immer wieder Echtpelze in manchen Filialen gefunden, teilweise viel mehr, als dass es wirklich Fehleinkäufe sein konnten. 2014 wurde aufgrund von erneuten Funden ein Aktionstag geplant und angekündigt und erst kurz vorher bestätigte AppelrathCüpper, dass sie auch weiterhin pelzfrei sein werden. Dem voraus gegangen war intensive Kommunikation zwischen AppelrathCüpper und der Offensive gegen die Pelzindustrie (OGPI) zum Thema Kaninchenfell, welches das Unternehmen zusammen mit Lammfell wieder verkaufen wollte. Da Kaninchenfell jedoch immer Teil der Pelzverzichtserklärung ist, konnte AppelrathCüpper überzeugt werden, auch unbefristet aus dem Handel mit Kaninchenfellen auszusteigen. Nach dem Pelzcheck 2018/19 beschloss die OGPI, das Unternehmen nicht mehr zu den pelzfreien, sondern zu den pelzverkaufenden Unternehmen zu zählen, da die wiederholten Pelzfunde keine andere Erklärung mehr zuließen. Beim diesjährigen Pelzcheck wurde jedoch kein Echtpelz gefunden. Scheinbar hat der Druck auf das Unternehmen dieses Jahr gewirkt und AppelrathCüpper hat ausnahmsweise vorher schon dafür gesorgt, dass es keine Echtpelze in den Filialen gibt. Auch bei KARSTADT wurden außer Lammfell keine Echtpelze gefunden. Das Unternehmen stieg 2002 als KarstadtQuelle aus dem Pelzhandel aus, es gab jedoch immer wieder Pelzfunde, weshalb das Unternehmen im Fokus bleibt.

 

ESCADA

Wie zu erwarten finden sich online und in den Filialen Echtpelze von Marderhunden und Kaninchen. In der Escada Filiale in Hamburg fanden sich zwei Mäntel mit Kaninchenbesatz so im Laden arrangiert, dass man es von außen nicht sehen kann. Die Verkäuferin hat auch freiwillig Auskunft gegeben, dass man das so wegen der Pelzgegner_innen machen würde. Das Unternehmen verweigert nach wie vor die Kommunikation mit der OGPI oder anderen Tierrechtsorganisationen. Escada war von 2007 bis 2010 im Fokus von Antipelzprotesten und ist daraufhin aus dem Pelzhandel ausgestiegen. 2017 wurden das erste Mal wieder Echtpelze im Sortiment entdeckt und seitdem gibt es regelmäßige Proteste vor den Filialen und auf social media. Escada steckt seit Jahren in einer finanziellen Krise und Umstrukturierungsbemühungen. Vergangenen Herbst wurde das Unternehmen erneut verkauft und steht jetzt unter der Kontrolle des amerikanischen Finanzinvestors REGENT. Dieser hat zahlreiche Manager_innen entlassen und will das Modelabel wieder auf Schiene bringen. Die OGPI wird weiterhin fordern und dafür kämpfen, dass ESCADA pelzfrei wird.

 

Weitere Pelzfunde

Es sind inzwischen eher unbekannte Marken und kleine, regionale Läden, die Echtpelzprodukte verkaufen, da die großen Warenhäuser bereits ausgestiegen sind oder den Pelzausstieg innerhalb der nächsten zwei Jahre angekündigt haben, wie beispielsweise BOGNER. Daniels, Elara, Femme und SINN sind dieses Jahr Modeläden, in denen Echtpelzprodukte gefunden wurden. Alle Unternehmen werden von der OGPI angeschrieben und aufgefordert aus dem Pelzhandel auszusteigen. Sie werden zusätzlich mit Informationsmaterial zur Pelzindustrie versorgt. Das Luxusmodehaus Oberpollinger in München verkauft eine Jacke mit Waschbärfellkragen und wird ebenfalls deswegen angeschrieben und an seine Pelzfreiheit erinnert.

 

Kein Echtpelz

Weiterhin als pelzfrei gelten die Unternehmen C&A, Gerry Weber, Kaufhof, KaDeWe, P&C, Sportcheck und ZARA. Gegen einige dieser Unternehmen wurden Antipelzkampagnen geführt, die Kampagne gegen Peek&Cloppenburg gilt als die intensivste Kampagne gegen Pelz der Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung. Sie wurde von 2002 bis 2006 mit über 1500 Aktionen geführt. 2014 wurde aufgrund vom Pelzcheck klar, dass P&C West versucht, mit Kaninchenfellen wieder in den Pelzhandel einzusteigen. Die darauffolgende Kampagne ging nur wenige Monate, bis sich P&C West entschied, doch lieber weiterhin als pelzfreies Unternehmen zu gelten.

 

Die Bedeutung des Pelzchecks

Der alljährliche Pelzcheck hat immer wieder dazu beigetragen, schnell auf Wiedereinstiegsversuche reagieren zu können. Teilweise reichte es, die betroffenen Unternehmen anzuschreiben und sie schickten die Ware zurück. Manchmal war ein Aktionstag nötig oder eine neue Kampagne, doch immer wurde den Unternehmen klar, dass die Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung auf jeden Wiedereinstieg in den Pelzhandel mit Protesten reagiert. Damit das so bleibt, braucht es jedes Jahr Unterstützung durch Aktivist_innen, die Filialen nach Echtpelz durchsuchen und uns die Ergebnisse mitteilen. Nur so bleiben Unternehmen pelzfrei!

Vielen Dank an alle, die uns Informationen geschickt, Fotos gemacht und Verkäufer_innen in den Filialen angesprochen haben. Pelze sind zwar leider noch nicht raus aus den Regalen, aber es wird weniger. Dank aller, die seit Jahren und Jahrzehnten gegen die Pelzindustrie kämpfen.

 

DANKE!

Eure Offensive gegen die Pelzindustrie



Don‘t invest in the fur trade! Finanzinvestor ‚Regent‘ übernimmt Escada – Aufruf zum Protest!


 

Ende vergangenen Jahres hat der US-amerikanische Finanzinvestor ‚Regent‘ das angeschlagene deutsche Luxusmodeunternehmen Escada übernommen. Nach dessen Wiedereinstieg in den Pelzhandel vor knapp 3 Jahren, ist Escada erneut Ziel von Protesten von Pelzgegner*innen. Bisher reagierte das Unternehmen nicht auf die kontinuierlichen Antipelzproteste vor seinen Filialen und macht weiter Profite auf Kosten unzähliger sogenannter Pelztiere.

 

Mit der Übernahme von Escada trägt Regent auch Verantwortung für dessen Unternehmenspolitik. Escada ist eines der letzten deutschen Modeketten, die noch am Pelzhandel festhalten. Doch die Zeit diesen zu beenden ist längst überfällig. Michael A. Reinstein, Geschäftsführer von Regent, wurde bereits persönlich über Escadas Beteiligung an der Tierausbeutung durch die Pelzindustrie sowie die andauernden Proteste informiert.

 

Wir, die Offensive gegen die Pelzindustrie, rufen daher dazu auf, jetzt weiter Druck zu machen. Schreibt Regent und fordert ein sofortiges Ende der Beteiligung am Pelzhandel.

 

  • Protest via E-Mail: customerservice@regentlp.com
  • Protestpostkarten und -briefe: REGENT, L.P 9720 Wilshire Boulevard, 6th floor Beverly Hills, CA 90212 USA

 

Wenn ihr Rückmeldungen erhaltet, bitte gebt der OGPI (info@offensive-gegen-die-pelzindustrie.net) eine kurze Rückmeldung. Danke!

 

E-Mail-Vorlage:

Dear Michael A. Reinstein

I recently learned that your company ‘Regent’ has taken over the German luxury fashion company ‘Escada’.

As you surely know, Escada is one of the last German fashion companies still selling fur. Escada therefore profits from the brutal exploitation of countless animals by the fur industry. For Since several years there are continuous protests in front of Escada stores in Germany and other countries.

With the takeover of Escada, Regent is responsible for their company policy. We therefore call on you to live up to your responsibility and make the long overdue exit from the fur trade now!

I look forward to receiving your answer.

With kind regards …



Aufruf: Winteraktionstage gegen ESCADAs Pelzhandel 20.-24. Dezember 2019


Ob wir es wollen oder nicht, bald ist es wieder soweit: Massen strömen in die Bekleidungsläden der Innenstädte und Einkaufszentren. Der Einzelhandel fährt in den Tagen vor Weihnachten seinen alljährlichen Umsatz-Höhepunkt ein, auch ESCADA. Rund ein Fünftel des Jahresumsatzes machen die Wochen vor Weihnachten im Bekleidungseinzelhandel aus. Online steht der Handel dem in nichts mehr nach. Fast zeitgleich beginnt die sogenannte Ernte auf den Pelztierfarmen. Am laufenden Band werden Millionen von Tiere in nur wenigen Wochen brutal ihrer Leben beraubt. Die winterlichen Massentötungen finden statt, wenn der Winterpelz gewachsen ist: besonders warm, besonders wetterbeständig, besonders flauschig. Das Winterfell von Nerzen, Füchsen, Kaninchen und Marderhunden wird den Tieren zum Verhängnis. Die Pelzindustrie nennt sie dann “Kanin”, “Finnraccoon” oder “Mink” und bestückt mit ihnen Wintermäntel, Schals und Accessoires.

 

In den Wochen vor Weihnachten werden die Tiere auf Farmen umgebracht, gleichzeitig in Bekleidungsläden wie ESCADA als Produkte angepriesen. Daher ruft die Offensive gegen die Pelzindustrie jährlich zu den Winteraktionstagen auf: An den umsatzstärksten Tagen des Jahres werden Tierrechtler_innen, Tierbefreier_innen und Tierschützer_innen ESCADA einmal mehr ihren Widerstand entgegensetzen. Konsument_innen soll ein weiteres mal vor Augen geführt werden, was hinter dem Konsumartikel “Pelz” wirklich steckt: zerstörte Leben, körperliches und psychisches Leid, Millionen gewaltsame Tode.

 

Helft mit, die Pelzindustrie und ESCADA weiter in die Defensive zu drängen! Organisiert Kundgebungen, Demos, Strassentheater, Flugblattverteilungen und Aktionen vor ESCADA-Läden. Macht es ihnen schwer weiter Umsätze in Millionenhöhe auf Kosten der Pelztiere zu machen!

 

Weiterlesen: Wie ihr auch online protestieren könnt, Vorlagen für Flyer & wem es an den Kragen gehen sollte, wenn es bei Euch keine Escada-Filiale gibt



Münster, Wien, Berlin, München, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg – Bericht zur Escada pelzfrei! Aktionstour


Vom 5. Oktober 2019 bis zum 9. November 2019 fand zum ersten Mal die ESCADA PELZFREI Aktionstour statt. Zu der Demoreihe hatte die Offensive gegen die Pelzindustrie (OGPI) aufgerufen. Von der ersten Station in Münster bis zur letzten in Hamburg fanden in verschiedenen Städten immer am Wochenende Proteste gegen ESCADAS Pelzhandel statt. Insgesamt 13 Aktionen machten deutlich, dass ESCADAs Wiedereinstieg in den Pelzhandel noch immer nicht hingenommen wird.

 

Lest den Bericht über die Aktionstour und die Protest in den verschiedenen Texten hier



Herbst 2019: Aktionstour und weitere Proteste gegen Luxusmodekonzern Escada geplant


Als die Offensive gegen die Pelzindustrie (OGPI) vor gut 20 Jahren ihre politische Arbeit startete, sprach wenig für ein baldiges Ende der Pelzindustrie. Viele Modeunternehmen nahmen Pelzapplikationen in ihr Sortiment auf und mehr als 20 Pelzfarmen töteten jährlich hunderttausende Tiere, um deren Felle profitabel zu verkaufen. Nach zahlreichen Kampagnen steht die Pelzindustrie nun vor dem Aus: Anfang des Jahres gab die letzte deutsche Pelzfarm, die Nerzzucht in Rahden/Westfalen, ihr Ende bekannt. Die Branchenverbände gaben ihre Tätigkeit auf, die allermeisten Modeunternehmen – selbst Konzerne wie Gucci oder Versace – und auch zentrale Modemessen verzichten mittlerweile auf Pelz.

 

Eines der wenigen Unternehmen, die noch Produkte mit Fellen von bspw. Nerzen oder Marderhunden verkaufen, ist ausgerechnet das deutsche Luxusmodeunternehmen Escada. Ausgerechnet, da Escada vor knapp 10 Jahren nach Protesten den Pelzhandel zunächst beendete und vor 2 Jahren wieder anfing Echtpelzwaren zu verkaufen. Die Antwort der OGPI und vieler anderer Tierrechtsinitiativen war klar: Proteste gegen Escadas Pelzverkauf!

 

Seid dabei: Escada Pelzfrei Aktionstour geplant

 

Nach zahlreichen Aktionstagen und regelmäßigen Kundgebungen u.a. in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien steht das Unternehmen wieder unter Druck. Und diesen wollen wir weiter erhöhen: Im Herbst werden wir wieder zu Protesten gegen Escada aufrufen. Wir werden mit einer Demonstrationsreihe, der Escada Pelzfrei Aktionstour, gegen den Pelzhandel des Münchner Unternehmens protestieren. Beginnend im Oktober werden wir an den folgenden Wochenenden in verschiedenen Städten größere Aktionen, also Demonstrationszüge und kraftvolle Kundgebungen durchführen.

 

Wir rufen daher dazu auf: Werdet Teil der Demoreihe! Organisiert euch mit anderen Gruppen in eurer Region und plant im Oktober oder November eine größere Aktion in eurer Stadt. Schreibt der OGPI von geplanten Aktionen. Wir versuchen euch bei euren Vorhaben zu unterstützen und die Proteste zu koordinieren.

 

Weitere Proteste im Herbst und Winter

 

Darüber hinaus werden wir vom 20. bis zum 24. Dezember 2019 zu Winteraktionstagen aufrufen, um in möglichst vielen Städten lautstark zu zeigen: Wir lassen nicht locker bis Escada pelzfrei ist. Und selbstverständlich machen wir Escada unsere Forderungen umso deutlicher je mehr Aktionen stattfinden. Protestiert daher auch in der Zwischenzeit vor den Filialen und mobilisiert auch online für Proteste.

 

Alle Infos zu den Protesten, Flyervorlagen und Online-Banner findet ihr hier.



Weiterer Erfolg: Breuninger bestätigt kompletten Pelzverzicht ab 2020 an


Im Herbst 2018 verkündete das Deutsche Tierschutzbüro, dass das Unternehmen Breuninger nach zahlreichen Anti-Pelz-Aktionen der Organisation entschieden habe, ab 2020 keine Waren mit Echtpelz mehr zu verkaufen. “Die Sortimentsumstellung wird bis Frühjahr/Sommer 2020 abgeschlossen sein”, schreibt Breuninger in einer Pressemitteilung, zunächst ohne mitzuteilen, ob sich der Pelzverzicht auf tatächlich alle Tierarten bezieht. In der Vergangenheit nannten sich Unternehmen wiederholt pelzfrei, obwohl sie bspw. Kaninchenfelle im Sortiment führten.

 

Die Modehaus hatte zunächst auf Kontaktversuche der OGPI und anderer Organisationen nicht reagiert. Nach einer kritischen Stellungnahme hinsichtlich der Unklarheiten teilt Breuninger nun mit einem Schreiben vom Mai 2018 an die OGPI mit: “Gerne teilen wir Ihnen mit, dass wir uns bei unserem Pelz-Ausstieg an das Fur Free Retailer Programm richten.” Das Fur Free Retailer Program verpflichtet Unternehmen auf jede Form von Pelz von Tieren, die für vorrangig für die Pelzproduktion gehalten und getötet werden, zu verzichten. Explizit ist die Verwendung von Füchsen, Nerzen, Waschbären, Kaninchen und Karakul-Lamm ausgeschlossen (Weitere Informationen zum Fur Free Retailer Program: hier).

 

Breuninger ist mit seinen 12 größeren Warenhäusern, 500 Millionen Euro jährlichen Umsatz und mehr als 5.000 Beschäftigten ein mittelgroßes Unternehmen der Einzelhandelsbranche. Breuninger führte jahrelang eine ganze Reihe von Pelzwaren unter anderen von Escada, Canada Goose und Bogner, die allesamt nach wie vor von der Ausbeutung von Tieren durch die Pelzindustrie profitieren. Bereits vor 15 Jahren starteten Aktivist_innen der OGPI Proteste in Erfurt, Leipzig und am Stammsitz in Stuttgart Proteste. Das Unternehmen war zudem wiederholt im Fokus von Aktionen der OGPI-Winteraktionstage. 2017 startete das Deutsche Tierschutzbüro eine Kampagne mit Kundgebungen, Go-Ins und Plakataktionen.

 

Auch wenn Breuninger erst im Jahr 2020 den Pelzhandel beendet, sehen wir einen weiteren Erfolg für die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung. Pelzverkaufende Unternehmen sind im Einzelhandel mittlerweile deutlich in der Minderheit. Mit jeden Unternehmen, dass auf Pelz verzichtet brechen der Pelzindustrie weitere Absatzmärkte. Das Geschäft mit der Ausbeutung von so genannten Pelztieren wird zunehmend unrentabler, was nicht zuletzt an der Schließung der letzten deutschen Pelzfarmen und dem Niedergang der Pelz verarbeitenden Branche ablesen lässt. Wir danken allen Aktivist_innen für ihr Engagement!

 

 

Bis kein Tier mehr für die Pelzindustrie sterben muss!

 

 



“Gegen eine Kultur der Verrohung, für eine befreite Gesellschaft!“ – Bericht über Aktionen gegen ESCADA´s Pelzhandel am 22. und 23. Februar 2019


 

Wieder fanden sich zahlreiche Aktivist_innen, um an den Aktionstagen gegen ESCADA´s blutigen Echtpelzverkauf zu protestieren. Neben Kundgebungen und Onlineaktionen fand auch eine Aktion der Animal Liberation Front (ALF) statt. Vor der ESCADA Filiale in Münster haben autonom agierende Aktivist_innen die Filiale zu einem Tatort erklärt und dementsprechend abgesperrt. „Orte, an denen solcherlei Produkte verkauft werden, müssen aus unserer Perspektive demnach als Tatort bezeichnet werden, da an ihnen massiv moralisches Unrecht geschieht. Gegen eine Kultur der Verrohung, für eine befreite Gesellschaft!“

 

In Berlin, Frankfurt, Hamburg, Köln und Wien fanden Kundgebungen statt. In Hamburg protestierten Aktivist_innen am 22. und 23. Februar, teilweise im heftigen Regen. Am Samstag kamen dort 25 Menschen zusammen, verstellten die Schaufenster und kurzzeitig den Eingang, hielten Redebeiträge und waren laut. Auch in Berlin und Wien verteilten Aktivist_innen Flyer und skandierten Sprüche über die blutige Pelzindustrie und ihrer Unterstützung durch ESCADA. In Berlin beschrieben die Aktivist_innen zusätzlich den Gehweg vor der ESCADA Filiale mit Kreidesprüchen. In Frankfurt protestierten Aktivist_innen nicht nur gegen den Pelzhandel, sondern auch gegen Nestle, ein Unternehmen, das ebenfalls über Leichen geht. Online wurden wieder ESCADA Filialen besetzt und sich per Mail direkt über die Pelzpolitik beschwert.

 

Wir sind ein weiteres Mal dankbar für eure Unterstützung und Teilnahme an den Aktionstagen. Nur so machen wir gemeinsam ESCADA wieder pelzfrei!



Schluss mit dem Profit auf Kosten der Tiere! Aktionstage gegen den Pelzhandel bei Escada am 22. und 23. Februar


[English]: Call for Day of Action on 22nd and 23rd of february. Read English call here.

 

Im Frühjahr werden nach wie vor Millionen von Tieren in Gitterkäfige gesperrt, um sie im Herbst kaltblütig für ihren ‘Pelz’ zu töten. Auch Escada trägt wegen seines Pelzverkaufs Verantwortung für die brutale Ausbeutung von Füchsen, Waschbären, Chinchillas und vielen anderen Tieren durch die Pelzindustrie. Gleichzeitig entscheiden die großen Modeunternehmen im Frühjahr, welche Kollektionen Ende des Jahres in den Regalen ausliegen, also auch, ob Pelz Teil des Sortiments ist. Konfrontieren wir Escada daher mit unserer Wut über die Ignoranz, weiterhin an ihrer rücksichtslosen Pelzpolitik festzuhalten.

 

Die Offensive gegen die Pelzindustrie ruft daher zu Aktionstagen am 22. und 23. Februar auf: Demonstriert vor den Filialen von Escada und setzt Euch auch online für eine Ende des Pelzhandels bei Escada ein!

 

Wir werden niemals akzeptieren, dass Tiere für den Profit von Unternehmen wie Escada getötet werden!

 

Wo wird demonstriert?

  • Escada hat zahlreiche Filialen, schließt Euch Demos von Tierrechtsgruppen an oder organisiert eigene Proteste. Eine Übersicht, wo es Filialen gibt, findet ihr hier

Meldet Euch bei Escada per Telefon, E-Mail oder Sozialen Meiden. Fordert den unbefristeten Ausstieg aus dem Pelzhandel!

Nutzt unser Material gegen den Pelzhandel bei Escada:

 



Bericht: Heißer Herbst und Winter – Erfolgreiche Aktionstage gegen ESCADA


Seit dem letzten Aktionswochenende Anfang September 2018 fanden weitere Proteste gegen den Pelzverkauf beim Luxusmodeunternehmen ESCADA statt. Die Offensive gegen die Pelzindustrie (OGPI) rief für Anfang November und Ende Dezember zu Aktionstagen auf. Ziel war es dem Unternehmen deutlich zu machen: So lange ihr Echtpelz im Sortiment habt, werden wir protestieren!

 

In zahlreichen Städten und in den sozialen Medien fanden im Herbst und Winter 2018 Aktionen gegen Escada statt – nicht nur während der Aktionstage. So fanden nach den Aktionstagen am 31.8. und 1.9. im Herbst weitere elf Proteste gegen Escadas Pelzverkauf statt. In der Vorweihnachtszeit gab es 14 Aktionen sowie zahlreiche Onlineproteste.

 

Weiterlesen: Wo demonstriert wurde, was sich Aktivist_innen einfallen ließen und wie Escada auf die Onlineproteste reagierte



Deutschlandweite Kreative Aktion: Unterstützung für Escada – Transparenzoffensive zur Pelztierproduktion


Aktivist_innen aus ganz Deutschland haben Escada im Dezember 2018 und Januar 2019 gut 15.000 Flyer an Haushalte und Passant_innen verteilt. Sie sprachen von einer “Unterstützung Escads in Form einer Transparenzoffensive”. Der Flyer thematisiert die Ausbeutung von Tieren für die Verwendung von Pelz bei Kleidungsstücken (Ansicht). Wir veröffentlichen den uns zu geschickten Bericht und freuen uns über diese klasse Aktion:

 

“Nachdem Escada vor einer Zeit von ihrem Pelzausstieg zurückgetreten ist und bisher keinerlei Bemühungen unternimmt, diese Entscheidung wieder zu revidieren, sahen es Aktivist*innen aus der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung als geeigneten Zeitpunkt an, auch die Öffentlichkeit genauer über Escada und Pelzprodukte zu informieren.

Da Escada selber keinerlei Aufklärungsarbeit betreibt und still und heimlich auf Kosten der Tiere Profit einfahren möchte, haben die Aktiven einen Flyer für Escada gestaltet in der Hoffnung, dass kritische Mitbürger und Mitbürgerinnen den Dialog mit Escada suchen (oder sich einfach beschweren). Die Telefonnummern und Adressen der jeweiligen Escada-Filialen wurden auf den Flyer angegeben. Da es ein wichtiges Thema ist, haben die Aktivist*innen „Bitte keine Werbung einwerfen“ Schilder tunlichst ignoriert, vielleicht melden sich über diesen Weg ja ein paar Menschen mehr bei Escada.

Die Aktionen fanden in fast allen Städten statt, in denen Escada in Deutschland Filialen hat. Genauer gesagt in Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Kassel, Metzingen, München, Münster, Stuttgart und Zweibrücken.

 

Pelz ist Mord und alle sollten das auch wissen.”