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Bericht: 100 Menschen bei Protest gegen letzte Pelzfarm in NRW


170611-1938-6e80030688bff392Am 10. Juni demonstrieren im nordhein-westfälischen Rahden mehr als 100 Menschen gegen die Nerzfarm im Stadtteil Varl. Auf der von Nikita Bosch betriebenen Anlage werden 5.000 Nerze gehalten. Die „Farm“ zählt zu einer der Letzten in Deutschland.

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Der Runde Tisch Tierschutz/Tierrechte im Altkreis Lübbecke zu einer Demonstration auf und fordert die sofortige Schließung der Farm. Der Betreiber klagt gegenwärtig gegen die Umsetzung der bereits 2006 beschlossenen schärferen Haltungsverordnungen für sog. Pelztiere, die wesentlich größere Käfige vorsehen und das Geschäft unrentabel machen würden. Entsprechend zielte die Demo auch darauf Öffentlichkeit zu schaffen, um das Landgericht Münster zu einer Entscheidung in dem Fall zu bewegen.

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Zahlreiche lokale und überregionale Medien berichteten über den Protestzug, der lautstark und unter Slogans wie „Rahden aufgewacht, Schluss mit dem Mord in eurer Nachbarschaft“ oder  „Pelz ist Folter, Pelz ist Mord – Schließt die Nerzfarm jetzt sofort“ durch Innenstadt bis vor die Anlage führte. Auf der Abschlusskundgebung berichtete ein Vertreter der Offensive gegen die Pelzindustrie über die erfolgreichen Proteste der vergangenen 20 Jahre und rief dazu auf, sich die Ausbeutung von Tieren durch die Pelzindustrie zu engagieren.

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Presseberichte:
Westfalenblatt | Neue Osnabrücker Zeitung | Neue Westfälische



Schließt Nordrhein-Westfalens letzte Pelzfarm – Aufruf zur Demo am 10.Juni


AufkleberWenn im Laufe des Jahres wie angekündigt drei der letzten Pelzfarmen Deutschlands schließen, verbleiben noch zwei “Farmen” in Rochlitz/Sachsen und in Rahden/Westfalen auf denen Tiere für die Pelzindustrie gefangen gehalten und getötet werden.

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Gegen die Pelzfarm Rahden-Varl in Nordrhein-Westfalen formiert sich nun Widerstand. Die Initiative „Runder Tisch – Tierschutz/Tierrecht im Altkreis Lübbecke“, die sich lokal gegen Tierzirkusse und den Tönnies-Schlachthof in Rheda-Wiedenbrück engagiert, ruft am 10. Juni zu einer Großdemonstration gegen die von Nikita Bosch betriebene Pelzfarm auf.



Alfons Grosser gibt auf – Drei weitere Pelzfarmen schließen


pelsdyravler1Die Pelzproduktion in Deutschland ist übersichtlich geworden. Jahrelange Kampagne gegen Modehausketten schmälerten den Absatz der Pelzindustrie. Gesetzesinitiativen machen eine rentable Pelztierhaltung zunehmend schwieriger. Die Pelzndustrie und ihre völlig überalterten Lobby- und Branchenverbände müssen zusehen, wie sich die Anzahl der Pelzzüchter und mit ihr die Anzahl der noch betriebenen “Pelzfarmen” stetig vergeringert. Nun gibt auch Alfons Grosser, einer der „Hardliner in der Branche“ (Welt) auf. Drei seiner “Nerzfarmen” werden spätestens zum nächsten Jahr den Zuchtbetrieb einstellen und abgebaut.