OGPI INFO

Wir lassen nicht locker! Aktionswochenende gegen Pelzhandel bei Bogner am 10. & 11. März 2017


pelsdyravler1BOGNER gibt sich gern sportlich und im Trend der Zeit. Der Winter- und Luxusbekleidungshersteller, der deutsche Sportler_innen seit Jahrzehnten für die Winterolympiaden ausstattet, gehört allerdings zu den letzten größeren Unternehmen, die noch immer am blutigen Handel mit Pelzen festhalten.

 

Seit einigen Jahren ist BOGNER Ziel von Protesten von Pelzgegner_innen und Tierbefreier_innen. Im vergangenen Jahr ging das Unternehmen gar rechtlich gegen Aktivist_innen vor. Das Deutsche Tierschutzbüro, das regelmäßig Proteste veranstaltete, erhielt eine Einstweilige Verfügung, die es der Tierschutzorganisation untersagt in unmittelbarer Nähe zu den Filialen zu demonstrieren.

 

Dieses niederträchtig Vorgehen erinnert an die Versuche durch den Tierversuchskonzern Covance oder das damals noch pelzverkaufende Unternehmen ESCADA über zivilrechtliche Verfahren Meinungs- und Versammlungsfreiheiten außer Kraft zu setzen. Es zeigt aber auch, dass sich BOGNER offensichtlich unter Druck gesetzt fühlt.

 

Wir rufen daher alle Aktivist*innen dazu auf, am 10. und 11. März 2017 Protestaktionen vor den Filialen von Bogner zu organisieren und nicht locker zu lassen! Zeigen wir dem Unternehmen, dass wir die Gefangenhaltung und Tötung von Tieren durch die Pelzindustrie nicht hinnehmen.

 

Material

Flyer: Hier findet ihr einen doppelseitigen Flyer zum Pelzhandel bei Bogner: Download als Kopiervorlage (https://offensive-gegen-die-pelzindustrie.net/download/Bogner_Flyervorlage.pdf)

 

BOGNER-Filialen

  • Deutschland: Berlin (Kurfürstendamm 42), Dortmund (Wissstr. 2), Düsseldorf (Königsallee 6-8), Essen (Erster Hagen 26), Frankfurt (Goethestr. 21), Garmisch (Am Kurpark 23), Hamburg (Rathausmarkt 4), Keitum, Sylt (Gurtstig 17), Köln (Brückenstr. 6), Krefeld (Königstrasse 122), München (Residenzstr. 14-15), Rottach-Egern (Nördliche Hauptstr. 2), Trier (Konstantinstr. 24)
  • Österreich: Kitzbühel (Vorderstadt 6), Salzburg (Sigmund-Haffner-Gasse 7), Zell am See (Postplatz 4)
  • Schweiz: Davos (Promenade 79), St. Moritz (Via Maistra 9), Zürich (In Gassen 18)

 

Solltet ihr keine Filiale vor Ort haben, könnt ihr auch auf anderem Wege gegen den Pelzhandel des Unternehmens protestieren. Beschwert euch online oder telefonisch bei Bogner und fordert einen Ausstieg aus dem Pelzhandel: fb.com/worldofbogner, info@bogner.com, a.holeczek@bogner.com

 

Schickt uns eure Terminankündigungen und Aktionsberichte an info (at) offensive-gegen-die-pelzindustrie.net!



Solidarität statt Ausbeutung und Repression – Die Verfahren gegen Philipp und André einstellen!


stoprepressionIm Herbst 2014 eröffnete unter Protesten das Pelzgeschäft Michelen in Braunschweig. Wenige Wochen später verhaftete die Polizei Philipp und André in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember unter dem Vorwurf mehrere Fensterscheiben von Michelen und anderer Unternehmen zerschlagen zu haben. Mehr als ein Jahr später wurde gegen die beiden Aktivisten im März 2016 Anklage erhoben. Neben den Sachbeschädigungen sollten sie sich auch für eine Körperverletzung an Mitarbeitern einer Wachfirma verantworten, die versuchten mehrere Menschen in der betreffenden Nacht festzuhalten.

 

Trotz der mehr als dürftigen Beweislage wurden Philipp und André im Mai 2016 zu Haftstrafen auf Bewährung verurteilt. Die Angeklagten legten ebenso wie die Staatsanwaltschaft Widerspruch gegen das Urteil ein. Ab dem 23. November startet nun der Berufungsprozess vor dem Landgericht Braunschweig.

 

Tierbefreiungsaktivist_innen in Niedersachsen sehen sich bereits seit mehreren Jahren einer verstärkten Repression ausgesetzt (Chronik). Mit Telefonüberwachungen, dem Einsatz eines Spitzels und wiederholten Anklagen richteten sich die Maßnahmen insbesondere gegen die Kampagne gegen Tierfabriken, in deren Umfeld auch Philipp und André aktiv sind. Während unzählige Tiere durch die Fleisch- und Pelzindustrie gefangen gehalten und getötet werden, wird denjenigen der Prozess gemacht, die ihre Stimme gegen die erbarmungslose Ausbeutung von Tieren erheben.

 

Wir, die Offensive gegen die Pelzindustrie, solidarisieren uns mit Philipp und André und fordern die sofortige Einstellung der Verfahren. Wir unterstützen den Aufruf der Kampagne gegen Tierfabriken zur Solidarität mit den Angeklagten!

 

Aufruf zur Solidarität mit den Tierbefreiungsaktivisten in Braunschweig: Hier lesen.

 

Aktionen in Braunschweig:

  • Di. 22.11. – Kundgebung gegen „Michelen“ – 16 Uhr – In der Poststraße vor dem Pelzgeschäft
  • Mi. 23.11. – Kundgebung vor Prozessbeginn – 09:45 Uhr – Haupteingang Landgericht Braunschweig
  • Mi. 23.11. – Prozessbegleitung beim Berufungsprozess – 10:30 Uhr – Landgericht Braunschweig

Weiterlesen: Erklärung von André und Philipp am Ende des ersten Prozesses



Freisprüche für österreichische Anti-Pelz-Aktivist_innen – Rede bei Aktionärsversammlung keine Nötigung!


Drei Tierrechtsaktivist_innen, die sich unter anderem an Kampagnen der Offensive gegen die Pelzindustrie beteiligt hatten, wurden heute in Wiener Neustadt vom Vorwurf der schweren Nötigung freigesprochen. Im Rahmen der Kleider Bauer-Kampagne beteiligten sich die Aktivist_innen an Demonstrationen, eine Person hielt eine Rede auf der Aktionärsversammlung von Escada. Der Richter sah weder in der Ankündigung von Anti-Pelz-Kampagnen noch in der Durchführung legaler Demonstrationen vor Filialen oder Unternehmenszentralen einen Straftatbestand erfüllt und sprach die drei Angeklagten frei. Der Standard berichtete im Live-Ticker von der Verhandlung. Die Freisprüche sind noch nicht rechtskräftig, die Staatsanwaltschaft hat noch bis Donnerstag Zeit in Berufung zu gehen.

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Zur Vorgeschichte:
21. Mai 2008: Spezialeinheiten der Polizei stürmen und durchsuchen über 20 Wohnungen und Vereinslokale in ganz Österreich. 10 Personen werden über 3 Monate in Untersuchungshaft genommen. Zwei Jahre später findet gegen 13 Personen ein Prozess mit dem Vorwurf der Beteiligung an einer angeblichen “kriminellen Organisation” nach §278a statt. Nach über einem Jahr und fast 100 Verhandlungstagen wurden alle Aktivist_innen vom Vorwurf der kriminellen Organisation freigesprochen (die OGPI berichtete). Die Staatsanwaltschaft legte jedoch in mehreren Vorwürfen Berufung ein, sodass nun, sechs Jahre nach den ersten Durchsuchungen noch immer drei weitere Prozesse folg(t)en: Am 13. Mai wurde ein Aktivist vom Vorwurf der Sachbeschädigung und Tierquälerei wegen einer angeblichen Schweinebefreiung freigesprochen. Nach dem heutigen Freispruch der drei Aktivist_innen werden am 27. und 28. Mai die letzten Vorwürfe dieses Verfahrens gegen einen weiteren Angeklagten verhandelt werden. Auch hier wird es unter anderem um versuchte schwere Nötigung aufgrund der Ankündigung von Anti-Pelz-Protesten gehen.

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Weitere Informationen:

Soli-Gruppe der Angeklagten

Pressebericht im Standard

Live-Berichterstattung im Standard

Stellungnahme der Offensive gegen die Pelzindustrie



Repressionsschlag gegen spanische Tierbefreiungsbewegung


12 Spanische Anti-Pelz-Aktivist_innen verhaftet / Solidaritätsaktionen in über 20 Ländern

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Am 22. Juni 2011 hat die spanische Polizei die Wohnungen von 12 Aktivist_innen der Tierrechtsorganisationen Igualdad Animal und Equanimal durchsucht. Aktivist_innen aus den Regionen Madrid, Asturias, Vizcaya und Galizien wurden in Untersuchungshaft genommen und dem Gericht in Santiago de Compostela überstellt. Vorgeworfen werden ihnen strafbare Verstöße gegen den Umweltschutz, Störung der öffentlichen Ordnung sowie die Gründung einer kriminellen Vereinigung. Die spanische Polizei hat Recherchematerial, welches in vielen Jahren intensiver Arbeit erstellt wurde, sowie Computer und andere Gegenstände beschlagnahmt (Statement von Animal Equality hier).

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Die Durchsuchungen und Festnahmen wurden vom Richter des Gerichts in Santiago de Compostela, Galizien angeordnet. Sie stehen in Zusammenhang mit der Freilassung von 20.000 Nerzen aus einer Nerzfarm in Santiago de Compostela 2007. Sowohl Igualdad Animal als auch Equanimal haben öffentlich die Ausbeutung, die Gefangenschaft und den Mord von jährlich mehr als 300.000 Tieren durch die spanische Pelzindustrie verurteilt. Beide Organisationen werden ihre Kritik und ihren Protest auch weiterhin artikulieren. Jede einzelne der etlichen Undercover-Recherchen auf europäischen Pelzfarmen in den letzten Jahren hat das gleiche Bild an die Öffentlichkeit gezerrt: Den Schmerz, die Frustration, das unermessliche Leiden sogenannter Pelztiere. Im Dezember 2010 konnte Igualdad Animal während einer solchen Recherche beispielsweise dokumentieren, wie Nerze vergast werden – eine gängie Tötungspraxis aus Pelzfarmen (Recherche-Homepage | Vimeo-Video | Flickr). Diese Farmen sind Orte des systematischen Tötens, sie sind Stätten, denen jährlich weltweit über 50.000.000 Tiere zum Opfer fallen.

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Zwei Tage nach der Durchsuchungs- und Verhaftungswelle wurde zu einem internationalen Aktionstag aufgerufen. In über 20 Ländern demonstrierten Unterstützer_innen der Betroffenen spanischen Tierbefreier_innen gegen das Vorgehen der Repressionsbehörden (Übersicht: hier). Auch in Berlin, Hamburg, München, Stuttgart und Wien wurden Demonstrationen abgehalten. Die Offensive gegen die Pelzindustrie solidarisiert sich mit den betroffenen Aktivist_innen und fordert ihre sofortige Freilassung sowie die Einstellung aller Verfahren!

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Weitere Informationen:

Betroffene Organisationen: Igualdad Animal | Equanimal

Hintergrundinfos: Free the Spanish 12 | Green is the new red | Artikel der Offensive zu Repression

Solidarität zeigen:  Übersicht Botschaften und Konsulate | Vorlage Flugblatt (dt) | Vorlage Plakat (en)

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Freisprüche im §278a-Verfahren!


Der über 14 Monate dauernde Prozess gegen 13 Tierschutz- und Tierbefreiungsaktivist_innen vor dem Landgericht Wiener Neustadt in Österreich endete am 02. Mai mit Freisprüchen für alle Angeklagten in allen Anklagepunkten!

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Dem Prozess vorangegangen waren eine jahrelange Bespitzelung von politischen Aktivist_innen der Tierschutz- und Tierbefreiungsbewegung, die in der Verhaftung von 10 Aktivist_innen im Mai 2008 gipfelte (siehe Hintergründe). Die erst nach drei Monaten freigelassenen 10 Betroffenene und drei weitere Angeklagte mussten sich ab März 2010 vor dem Landgericht in der Wiener Neustadt für die “Bildung einer kriminellen Organisation nach §278a StGB” verantworten. Um den abstrakten Anschuldigungen Nachdruck zu verleihen, wurde durch die Staatsanwaltschaft und die ermittelnde Sonderkommission “Pelztier” ein Zusammenhang von legalen Demonstrationen, Aktionen des Zivilen Ungehorsams und illegalisierten Protesten konstruiert und das Gespenst einer von terroristischen Handlungslogiken inspirierten Tierbefreiungsbewegung heraufbeschworen. Im Fokus der Kriminalisierung stand insbesondere die Organisation und Durchführung von Kampagnen gegen pelzverkaufende Unternehmen wie Kleider Bauer, die die Gefangenhaltung und Tötung unzähliger nichtmenschlicher Individuen mitzuverantworten haben.

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Dass am Ende des Verfahrens ein Freispruch von allen Vorwürfen steht, ist sicherlich erfreulich. Wie die Unterstützungsgruppe der Angeklagten “Antirep 2008″ in einer Erklärung aber feststellt, kann dieses Urteil “nicht als Beleg für einen „funktionierenden Rechtsstaat“ aufgefasst werden, ist es doch vielmehr ein Beispiel dafür wie leicht es für die Behörden ist, trotz nicht vorhandener Beweislage den Repressionsapparat hochzufahren wenn der politische Wille zur Kriminalisierung vorhanden ist.” Der Freispruch ändere zudem nichts “am System einer Gesellschaft, in der Gewalt gegen Tiere alltäglich und gesetzlich gedeckt ist.” Vielmehr werde immer repressiver  “gegen all jene vorgehen, die sich der herrschenden Ordnung nicht widerspruchslos anpassen.”

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Der Prozess wurde in den vergangenen Monaten in der österreichischen Medienlandschaft aufmerksam verfolgt. Immer wieder wurde Kritik an den Ermittlungen der Sonderkommission, der Beweisführung der Staatsanwaltschaft, aber auch der Verfahrensführung der Richterin laut. Die Aktivist_innen der Tierbefreiungsbewegung wurden indes nicht müde, über verschiedene Aktionen ihre Solidarität mit den Angeklagten zu bekunden (ein Überblick über Soliaktionen: hier).

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Das Urteil ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht rechtkräftig. Abzuwarten bleib ob die Staatsanwaltschaft gegen das Urteil in Berufung geht.

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Weitere Informationen, Aufrufe, Prozessberichte und Hintergründe:
Unterstützer_innengruppe Österreich: www.antirep2008.org
Unterstützer_innengruppe Deutschland: www.antirep278a.blogsport.de

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Stellungnahme der Offensive und unterstützender Gruppen zum Prozessauftakt:

http://offensive-gegen-die-pelzindustrie.net/wordpress/stellungnahme

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Antirep 2008



Aktionswochenende gegen Repression: 22.–24.10. 2010 in Wien


One struggle – one fight


Seit mehr als einem halben Jahr müssen sich Aktivist_innen verschiedener Tierschutzorganisationen und Tierbefreiungsgruppen für die Bildung einer kriminellen Vereinigung vor dem Landgericht in der Wiener Neustadt verantworten (Stellungnahme der Offensive zum Prozess). Hintergrund ist das Engagement gegen die Ausbeutung und Nutzung von Tieren und die Organisation von Kampagnen für die Befreiung der Tiere. Gegenwärtig sind aber nicht nur Tierbefreier_innen von Repressionswellen betroffen, sondern auch andere emanzipatorische politische Bewegungen in Österreich (Hintergründe).

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Mit einem Aktionswochenende gegen Repression in Wien soll nun ein Zeichen gegen die Kriminalisierung von politischem Aktivismus und Einschüchterung linker Bewegungen gesetzt werden. Neben Vorträgen, Diskussionen und einer Soliparty ist eine Demonstration unter dem Motto „One Struggle – One Fight – Für die Befreiung von Mensch und Tier“ am 23. Oktober (13:00 Uhr, Unirampe) geplant. Das Aktionswochenende findet im Rahmen des “Still loving activism Festivals” statt.

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Weitere Informationen:

Programm: Vortrag „Das Spektakel der Drachenbändiger“ | Demo: Gegen Repression – Für die Befreiung von Mensch und Tier | Soliparty: „Fight repression“ | Diskussion: „Getroffen hat es einige – Sind wir ALLE gemeint?

Weitere Infos: Aufruf und Programmflyer (PDF) | Still loving activism Festival | Soligruppe “Antirep 2008” | Stellungnahme der Offensive zum 278a-Prozess

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Aktionswochenende



Pressemitteilung: Prozessauftakt gegen 13 österreichische TierschützerInnen und TierbefreierInnen


Offensive gegen die Pelzindustrie fordert: “Schluss mit der Kriminalisierung des legitimen Protests gegen die Ausbeutung der Tiere”

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Offensive gegen die Pelzindustrie,

Berlin, den 01.03.2010

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Ab dem 02.03.2010 müssen sich 13 österreichische TierschützerInnen und TierbefreierInnen in einem mehrmonatigen Prozess für die vermeintliche Bildung und Unterstützung einer Kriminellen Organisation nach §278a verantworten. Das Verfahren und die vorangegangenen Ermittlungen haben nicht das Ziel Straftaten zu ahnden, sondern die politische Arbeit und die Überzeugungen von TierbefreierInnen zu kriminalisieren. Aber die AktivistInnen der Tierbefreiungsbewegung zeigen sich alles andere als eingeschüchtert: Zur Unterstützung der Betroffenen wird zu vielfältigen Solidaritätsaktionen aufgerufen und am Tag des Prozessauftaktes, dem 02.03., ist ein internationaler Aktionstag gegen Repression angekündigt. Darüber hinaus veröffentlichte die Offensive gegen die Pelzindustrie eine Stellungnahme, in der die Solidarität mit den Angeklagten verdeutlicht, aber auch die Handlungsstrategien der TierbefreierInnen gegen die Kriminalisierung durch Polizei, Staatsschutz und Justiz verteidigt werden. Nicht weniger als 50 Organisationen aus verschiedenen Ländern unterstützen diese Solidaritätserklärung.



Schluss mit der Kriminalisierung legitimen Protest gegen die Ausbeutung der Tiere! – Stellungnahme der Offensive zum §278a-Verfahren


Während auf den Pelzfarmen unzählige Tiere gefangen gehalten werden, um aus ihren Fellen ‘Pelz’ zu verarbeiten, ihr Leben von den Nutzenkalkülen der Pelzindustrie bestimmt ist und Modekonzerne weiter munter den Auftrag zum Töten geben, wird denjenigen der Prozess gemacht, die ihre Stimme gegen die Ausbeutung und Tötung nicht-menschlicher Individuen erheben. Es sind nicht die sogenannten Pelzfarmer und die Profiteure der Pelzindustrie, sondern es sind 13 Tierschutz- und TierbefreiungsaktivistInnen, die ab März 2010 auf der Anklagebank sitzen. Im Mittelpunkt des mehrmonatigen Verfahrens steht nicht die Verfolgung einzelner Straftaten, sondern die Vorstellungen und Handlungsstrategien der TierbefreierInnen selbst. Kriminalisiert wird das Aufbegehren gegen eine mörderische Ideologie und Praxis, die Tiere im Akkord tötet. Der Vorwurf der Bildung einer Kriminellen Organisation nach §278a StGB ist unverhohlener Ausdruck von politischer Strafjustiz. Die Angeklagten verdienen nicht die Verurteilung, sondern unsere Solidarität.

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Gesamte Stellungnahme der Offensive und unterstützender Gruppen lesen:

http://offensive-gegen-die-pelzindustrie.net/wordpress/stellungnahme (English translation: here)

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Antirep 2008



Demonstration in Wien und globaler Aktionstag zum Prozessbeginn im österreichischen §278a-Verfahren


Ab dem März 2010 sitzen 13 österreichische Aktivist_innen der Basisgruppe Tierrechte und anderer Tierrechts- und Tierschutzgruppen auf der Anklagebank. Unter dem Vorwurf eine Kriminellen Organisation nach §278a StGB gegründet zu haben, soll ihnen monatelang der Prozess gemacht werden. Betroffen von der Repression und nicht zuletzt von den immensen Verfahrenskosten sind einzelne, gemeint sind aber auch die Vorstellung und Handlungsstrategien der Tierbefreier_innen als solche.

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Sowohl in Österreich wie auch in Deutschland haben sich Soli-Gruppen gegründet, die zur Unterstützung der Betroffenen aufrufen. Für den 27.02.  zu einer Großdemonstration in Wien unter dem Motto “Smash §278ff – Getroffen hat es einige, gemeint sind wir alle” anegkündigt. Für den 02. März, dem ersten Verhandlungstag, wird zudem weltweit zu  einem internationalen Aktionstag und Protesten vor österreichischen Botschaften und Konsulaten aufgerufen (Aufruf:  Deutsch, English, ???????, Español). Damit soll den Repressionsbehörden deutlich gemacht werden, dass die Versuche eine politische Bewegung zu kriminalisieren auf entschiedenen Widerspruch treffen.

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Weitere Informationen, Aufrufe, Termine und Spendenkonten:
Unterstützer_innengruppe Österreich: www.antirep2008.tk
Unterstützer_innengruppe Deutschland: www.antirep278a.blogsport.de

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Stellungnahme der Offensive und unterstützender Gruppen zum Prozessauftakt:

http://offensive-gegen-die-pelzindustrie.net/wordpress/stellungnahme

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day of action



Solidarität mit den kriminalisierten Tierbefreier_innen in Österreich!


Infotour gegen Repression in Deutschland

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Seit mehreren Jahren sind österreichische Tierbefreiungs- und Tierschutzaktivist_innen mit massiver Repression konfrontiert. Unter dem Vorwurf der Bildung einer “kriminellen Organisation” nach §278a Stgb soll 10 Betroffenen im kommenden Jahr der Prozess gemacht werden. Der Vorwurf lautet auf “Bildung einer kriminellen Organisation” und richtet sich u.a. gegen die Organisation von Anti-Pelz-Kampagnen wie etwa gegen den Bekleidungskonzern Kleider Bauer (Chronologie der Ereignisse und Hintergründe).

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Die Repressionswelle in deren Zug mehrere Aktivisten mehrere Monate in Untersuchungshaft genommen wurden, erreichte in Österreich ein hohe mediale Aufmerksamkeit und sicherte den Betroffenen eine breite Unterstützung. Um auch in Deutschland das Bewusstsein für die Vorgänge in Österreich zu schärfen, veranstalteten Tierbefreiungsgruppen und Antirepressionnetzwerke im November und Dezember 2009 eine Infotour in Deutschland. Ein Betroffener der Repression und eine Aktivistin der österreichischen Soligruppe Antirep2008 verdeutlichten bei 12 Veranstaltungen u.a. in Düsseldorf, Hannover, Bremen und Hamburg die Hintergründe des Verfahrens, das Ausmaß der Repression und der aktuelle Stand des Verfahrens. Sie verdeutlichten vorallem eines: Die Repression und der anstehende Prozess sind politisch motiviert, sie zielen auf eine Kriminalisierung von Strukturen und Handlungsstrategien wie der Kampagnenarbeit der Tierbefreier_innen.

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Diese Vorgänge sind nicht hinzunehmen. Die Offensive gegen die Pelzindustrie solidarisiert sich mit den Betroffenen und fordert das sofortige Ende der Repression. Unterstützt die Soligruppen in Österreich und Deutschland und spendet für die Soliarbeit und Anwaltskosten auf die Solikonten der Roten Hilfe oder der Grünalternativen Jugend Wien.

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